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Vom Großhandel in die Sozialarbeit: Ein ungewöhnlicher Karrierewechsel

Einen klassischen Bildungsweg hat Mathias Cavcic nicht eingeschlagen. Der 43-Jährige blickt auf eine lange Karriere im kaufmännischen Bereich zurück, bevor er sich bewusst für einen Neuanfang entschied – und heute an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Villingen-Schwenningen Soziale Arbeit studiert.

„Das Duale Studium bietet eine ideale Kombination aus akademischer Qualifikation und praktischer Ausbildung. Studierende sammeln bereits während des Studiums wertvolle Berufserfahrung und erhalten gleichzeitig eine Vergütung – das erleichtert den Einstieg in ein neues Berufsfeld erheblich“, sagt Prof. Dr.-Ing. Lars Meierling, Rektor der DHBW Villingen-Schwenningen.

„In meiner Familie sind viele Kaufleute, also lag für mich eine entsprechende Ausbildung nahe“, erklärt Cavcic. Nach seiner Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann absolvierte er den Handelsfachwirt, wurde Niederlassungsleiter eines Großhandels und war unter anderem für die Ausbildung junger Menschen verantwortlich. Doch irgendwann stellte sich Ernüchterung ein: Die Arbeit bereitete ihm keine Freude mehr.

Ein beruflicher Neustart an der DHBW Villingen-Schwenningen

Statt sich damit abzufinden, entschied sich Cavcic für einen Neustart. „Ich wollte herausfinden, was mir wirklich Spaß macht – und was nicht“, sagt er. Unterstützt von seiner Familie nahm er über die Agentur für Arbeit an einer Berufsberatung im Erwerbsleben teil. Dort kam erstmals der Gedanke an ein Studium auf. „Natürlich habe ich mich gefragt, wie das finanziell funktionieren soll“, so Cavcic. Die Lösung: ein Duales Studium an der DHBW.

Bei der Auseinandersetzung mit dem Studienangebot der DHBW Villingen-Schwenningen kristallisierte sich schnell das Sozialwesen als passender Bereich heraus. „Ich würde gerne mit Jugendlichen arbeiten“, erklärt Cavcic. Gespräche mit befreundeten Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern bestärkten ihn in dieser Entscheidung. Schließlich gelang der Einstieg in das Duale Studium „Soziale Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien“ – mit dem Kreisjugendamt Schwarzwald-Baar-Kreis als Dualem Partner.

„Hier kann ich in viele unterschiedliche Bereiche eintauchen und mich intensiv mit rechtlichen Fragestellungen auseinandersetzen“, sagt Cavcic. Der neue Lebensabschnitt stellte auch für seine Familie kein Problem dar.

Wie fühlt sich der Start ins Studium an?

Mit Blick auf den Studienstart gab es dennoch Unsicherheiten: „Ich hatte ein bisschen Bammel und wusste nicht, wie meine Kommiliton*innen auf mich reagieren würden.“ Diese Sorge erwies sich schnell als unbegründet. „Es ging sehr schnell – und war komplett normal.“

Seine langjährige Berufserfahrung sieht Cavcic heute als Vorteil. „Ich habe gelernt, strukturiert zu arbeiten und Dinge nicht bis auf den letzten Drücker aufzuschieben.“ Neu war für ihn hingegen das wissenschaftliche Arbeiten. „Wie man wissenschaftliche Texte liest und schreibt – das musste ich mir erst aneignen.“

Den Wechsel zwischen Theorie- und Praxisphasen an der DHBW Villingen-Schwenningen empfindet er als anspruchsvoll, aber gewinnbringend. „Es ist ein straffes Programm, aber der direkte Transfer gefällt mir besonders gut.“ Die Dozierenden verfügten über viel Praxiserfahrung, was den Umgang mit realen Problemstellungen erleichtere.

Viele Jahre arbeitet Mathias Cavic im Handelswesen. Dann beschließt er für sich, eine neue Richtung einzuschlagen: mit der DHBW Villingen-Schwenningen.
"Hochschulkommunikation DHBW Villingen-Schwenningen"

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