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Start der Ringvorlesung Gender & Diversity im virtuellen Raum

Einladung der Gleichstellungsbeauftragten der DHBW Villingen-Schwenningen

Erstmals beginnt an der DHBW Villingen-Schwenningen in mehrfacher Hinsicht ein neues Lehrformat. Als Gleichstellungsbeauftragte freue ich mich ganz besonders über den Start des Moduls und bedanke mich für die außerordentliche Leistung aller Beteiligten am Zustandekommen der Online-Ringvorlesung.

Im Zuge der Re-Akkreditierung des Studienbereichs Sozialwesen wurde das »Standortspezifische Profilmodul Gender & Diversity« in das Curriculum Soziale Arbeit aufgenommen. Der Jahrgang 2018 ist die erste Studierendenkohorte, die von diesem neuen Lehrangebot profitieren wird. Dies ist soweit wir wissen in der Hochschullandschaft der Republik in dieser Form und Ausgestaltung ein neues Lehrangebot. Nicht zuletzt zeigt sich dies auch an dem großen Interesse von Wissenschaftler*innen bspw. der Universitäten Halle, Hannover, Heidelberg und Marburg von unserem Curriculum zu lernen und im Zuge dessen ein Wahlpflichtseminar im Modul anbieten zu können. Die Modulverantwortliche, Prof.*in Dr. Karin Sauer, hat hier neue Diskursimpulse gesetzt und in eLearning-Formaten gestaltete Settings zum Austausch für die Dozierenden geschaffen. Sie kann nun einen über mehrere Jahre andauernden Prozess der Implementierung von Gender & Diversity Themen in die Lehre vollenden.

Im Jahr 2015 hat das Kollegium der Fakultät Sozialwesen begonnen Gender & Diversity als Querschnittsthemen in den Modulen curricular zu verankern. Flankiert wurde dieses Vorhaben durch das Gleichstellungsprojekt »Weiterentwicklung der Gender-Kompetenz in der Lehre an der Studienakademie Villingen-Schwenningen«. Ebenfalls wurde die zeitlich befristete Professur „Soziale Arbeit und Diversity mit dem Schwerpunkt Gender“ aus dem Professorinnenprogramm I finanziert. Obgleich diese personelle Unterstützung nicht ausgeschöpft wurde, ist es Prof.*in Sauer und dem Kollegium gelungen, dieses ambitionierte Vorhaben im laufenden Lehrbetrieb umzusetzen.

Im Zuge der Corona Pandemie findet die Ringvorlesung für das 4. Semester nicht wie geplant in der Neckarhalle, sondern mithilfe digitalisierter online Formate und der unermüdlichen Unterstützung des Education Support Center im virtuellen Raum statt. In dieser Größe und diesem Umfang ist dies für alle Beteiligten eine Herausforderung und neue Erfahrung in der Online-Lehre.

Facettenreich und aus unterschiedlichen Diskurslinien der Gender & Diversity Forschung werden die Inhalte spannend und lebensweltnah von den Dozierenden vermittelt. Am 20. April startet Prof.*in Dr. Barbara Schramkowski mit dem Thema »Geschlechterverhältnisse als eine gesellschaftliche Machtordnung – Klärung grundlegender Begrifflichkeiten und ihr Bezug zur Sozialen Arbeit«.

Trotz der Pandemie bedingten Einschränkungen können wir unsere Kooperationsabsprachen mit der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg einhalten. Wie mit den Gleichstellungsbeauftragten der HfPol BW im Januar 2020 vereinbart, nehmen ihre Dozierenden an der Ringvorlesung teil. Last but not least freue ich mich bekannt geben zu können, dass alle Kolleg*innen der Fakultät Wirtschaft ebenfalls herzlich eingeladen sind, an der Ringvorlesung teilzunehmen. Sie werden per Mail über den Zugang informiert.

Falls Sie als externe*r Zuhörer*in an der Veranstaltung teilnehmen möchten, nehmen Sie zur Klärung bitte Kontakt zu Prof.*in Dr. Karin Sauer oder der Hochschulkommunikation auf.

Programmübersicht:
Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 17:45 Uhr

20.04.2020

Geschlechterverhältnisse als eine gesellschaftliche Machtordnung – Klärung grundlegender Begrifflichkeiten und ihr Bezug zur Sozialen Arbeit.

Prof.*in Dr. Barbara Schramkowski & Prof.*in Dr. Karin E. Sauer

 

21.04.2020

Zwischen Modernisierung und Traditionalisierung der Geschlechterverhältnisse: zur feministischen Kritik an wohlfahrtsstaatlichen Politiken und ihren Ungleichheitseffekten.

Prof. Dr. Sebastian Klus & Prof.*in Dr. Karin E. Sauer

 

27.04.2020

Die Feminisierung von Care-Arbeit aus historischer Perspektive bis zu den „neuen“ Männerbildern in der frühkindlichen Erziehung.

Prof.*in Dr. Beate Blank, Stephan Sälinger (B.A. Soziale Arbeit) &Prof.*in Dr. Karin E. Sauer

 

28.04.2020

Männlichkeiten und Care – ein schwieriges Verhältnis? Männer und Care: Empirischer Ein- und Überblick über von Männern geleistete Care-Arbeit im privaten, gesellschaftlichen und beruflichen Bereich.

Prof. Dr. Sebastian Klus & Prof.*in Dr. Karin E. Sauer

 

04.05.2020             

Diversity und Gesundheit. Der Einfluss lebensbedrohlicher Krankheiten auf die Lebensplanung junger Menschen.

Michael Malina, Kenth Joite & Prof.*in Dr. Karin E. Sauer

 

05.05.2020

„Identität“ und „Geschlechterpolitik“ – Zur Politisierung der Kategorie „Geschlecht“ in der Öffentlichkeit einschließlich der Frage nach dem Unterschied zwischen einer Politik der „Anerkennung“ und der „Verteilung“.

Prof. Dr. Christoph Schneider & Prof.*in Dr. Karin E. Sauer

 

11.05.2020

„Depression und Männlichkeit“ – Herausforderungen geschlechtsreflexiver Sozialer Gesundheitsarbeit.

Prof. Dr. Tobias Staiger & Prof.*in Dr. Karin E. Sauer

 

12.05.2020

Prostitution/Sexarbeit – zwischen rechtlicher Normierung und lebensweltlichen Bewältigungsstrategien. Konsequenzen für die Soziale Arbeit.

Prof. Dr. Rahel Gugel & Prof.*in Dr. Karin E. Sauer

 

18.05.2020

Soziale Arbeit und sexualisierte Gewalt.

Prof.in Dr. Anja Teubert & Prof.*in Dr. Karin E. Sauer

 

19.05.2020             

„Geschlecht: behindert, besonderes Merkmal: Frau“. Disability Studies und Soma Studies im Themenfeld Körperlichkeit und Sexualität.

Prof.*in Dr. Karin E. Sauer

 

25.05.2020

"LSBT, ähh…I und dann auch noch Q… Ein queer-theoretischer Blick auf sexuelle und Geschlechterdiversität: Heteronormative oder heteronormativitätskritische Soziale Arbeit?"

Prof. Dr. Robin Bauer & Prof.*in Dr. Karin E. Sauer

 

26.05.2020

Geschlechtsspezifische Gewalt im Kontext von Flucht und Migration – Ansätze für die Gewaltprävention.

Alexander Stotkiewitz (Abteilung für individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern der Stadt Stuttgart), Praxisvertreter*innen des Projekts Mit Migrant*innen für Migrant*innen (MiMi) & Prof.*in Dr. Karin E. Sauer

(Pekka Piippos design & Pixabay)
"Johannes Stumpf"

Johannes Stumpf