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Internationale Perspektiven auf Klimagerechtigkeit und Bildung

Professorin Dr.in Barbara Schramkowski war als Speakerin zum internationalen Kongress über soziale und pädagogische Antworten auf den Klimanotstand („Congreso Internacional sobre Respuestas Educativas y Sociales a la Emergencia Climática“) eingeladen, auf dem zentrale Fragen der Klimagerechtigkeit diskutiert wurden. Mehrere spanische Hochschulen hatten den Kongress organisiert, der im April an der Universität Santiago de Compostela im Norden Spaniens stattfand.

Barbara Schramkowski referierte zum Thema „Pädagogische Praxen im Klimanotstand / Praxis educativas ante la emergencia climática“. Weitere Themen der Vorträge und Workshops betrafen das Zusammenspiel von Bildungs- und Klimapolitik sowie Bildungsforschung im Kontext des Klimanotstands; ebenso ging es um Visionen einer klimagerechten, nachhaltigen Gesellschaft. So wurde beispielsweise von der konsequenten Mobilitätswende in Barcelona berichtet, im Rahmen derer hunderte Straßen in Fußgängerzonen umgewandelt und in der gesamten Stadt sichere Radwege geschaffen wurden, sowie von innovativen Beschlüssen eines spanischen Bürger*innenrats zur Klimapolitik.

Spanien besonders von Klimakrise betroffen

Die Konferenzsprachen waren Spanisch, Portugiesisch und Galizisch (Galego). Spanien gehört zu den Ländern, die besonders stark von der Klimakrise betroffen sind. In diesem Zusammenhang wurde insbesondere an die Überschwemmungen in Valencia im Jahr 2024 mit über 200 Todesopfern und immensen Schäden an Wohngebäuden und Infrastruktur erinnert, ebenso wie an die jährlich zunehmenden Waldbrände. Gleichzeitig wurde deutlich, mit welchem Engagement auf vielen Ebenen an der Transformation gearbeitet wird. Wissenschaftler*innen aus Mexiko und Brasilien berichteten ebenfalls von ihren Erfahrungen vor Ort – sowohl mit Klimakatastrophen als auch mit Transformationsprozessen.

Barbara Schramkowski reiste mit dem Zug nach Santiago de Compostela: „Ich habe jeweils zwei Tage für die Hin- und Rückreise gebraucht, konnte aber abends Freund*innen an verschiedenen Orten in Spanien besuchen und tagsüber im Zug die vielen Korrekturen erledigen, die zu Semesterbeginn anstanden.“ Im Vorfeld waren einige Gespräche notwendig, um die Bahnreise zu organisieren – ein Flug hingegen hätte sofort gebucht werden können. Dazu sagt Barbara Schramkowski: „Es ist immer wieder absurd, wie viel teurer und umständlicher es ist, nachhaltig zu reisen. Aber ich möchte nicht zu einer Konferenz fliegen, in der es um Klimaschutz und damit auch um Generationengerechtigkeit geht. Wir hinterlassen Kindern und kommenden Generationen ohnehin schon eine stark beschädigte Erde.“

Austausch soll bestehen bleiben

Mit Professor Germán Vargas Callejas von der erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Santiago de Compostela plant Schramkowski über Dozierendenaustausch im Kontakt zu bleiben. Germán Vargas Callejas spricht auch Deutsch und hatte vor zwei Jahren die DHBW in Stuttgart besucht.

Lourdes López Pérez,(von links) Parque de las Ciencias de Granada; María de Fátima Poza Vilches, Universidad de Granada, Barbara Schramkowski, DHBW Villingen-Schwenningen; Agustín Bastida Rodríguez, Servicio Nacional de Apoyo eTwinning – Instituto Nacional de Tecnologías Educativas y de Formación del Profesorado. Foto: DHBW VS
"Hochschulkommunikation DHBW Villingen-Schwenningen"

Hochschulkommunikation DHBW Villingen-Schwenningen