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Von der DHBW zum erfolgreichsten Steuer-Influencer Deutschlands

„Eine schöne Zeit“, sagt Fabian Walter, wenn er an seine Jahre an der DHBW Villingen-Schwenningen denkt. Der Steuerexperte hat hier BWL-Bank studiert und später noch einen Master in Betriebswirtschaftlicher Steuerlehre absolviert. Walter teilt in den sozialen Medien unter der Bezeichnung „Steuerfabi“ sein Steuerwissen und gehört dort mit zahlreichen Followern und mehreren Millionen Zugriffen auf verschiedenen Plattformen zu den größten digitalen Meinungsmachern. Zu einem Campus-Abend hat ihn Prof. Dr. Clemens Wangler, einer der Studiengangsleitungen von RSW - Steuern und Prüfungswesen nach Villingen-Schwenningen eingeladen.

Der erste Kontakt mit Social Media

Sein erster Kontakt zu den sozialen Medien sei vor einigen Jahren über einen Kommilitonen zustande gekommen. Dieser habe ihm empfohlen, dort doch einmal einen Beitrag zu veröffentlichen, da er komplexe Inhalte so gut erklären könne. Also nahm er sein erstes Video während des ersten Corona-Lockdowns in seiner Wohnung auf. Mit einem Espresso in der Hand erklärte er, ob man Kaffee von der Steuer absetzen kann. Das Video schlug ein: Bereits nach kurzer Zeit wurde es von 50.000 Menschen angesehen.

Mit diesem Startschuss und seiner fachlichen Expertise war Fabian Walter bereits im Europaparlament in Brüssel, im Finanzministerium in Berlin und – was ihm besonders wichtig ist – an vielen Schulen in der Bundesrepublik. Dort widmet er sich einem Thema, über das er auch beim Campus-Abend in Villingen-Schwenningen sprach: der Finanzbildung. „Deutschland ist das einzige G20-Land ohne eine nationale Finanzbildungsstrategie“, sagte Walter, der sich auch ehrenamtlich für den „Zukunftstag“ einsetzt. Dabei handelt es sich um ein gemeinnütziges Bildungsprojekt, das an Schulen Workshops zu Themen wie Finanzen, Steuern, Wohnen und Versicherungen organisiert. Ziel ist es, Jugendliche praxisnah auf das Erwachsenenleben vorzubereiten und ihre Alltagskompetenzen zu stärken.

Welche Folgen hat eine unzureichende Finanzbildung?

Ein Blick auf die Zahlen zum Schuldenstand in Deutschland liefert Hinweise: Im Jahr 2025 waren 5,67 Millionen Menschen überschuldet – der erste Anstieg seit 2018, und zwar um 111.000 Personen. Die häufigsten Ursachen seien „Krankheit, Niedrigeinkommen oder unwirtschaftliche Haushaltsführung“, so Fabian Walter. Gleichzeitig geben 80 Prozent der 14- bis 24-Jährigen laut einer Studie des Bankenverbandes an, in der Schule „wenig“ oder „so gut wie nichts“ über Wirtschaft und Finanzen gelernt zu haben. 92 Prozent der Befragten würden sich dies jedoch – über alle Schulformen hinweg – wünschen.

Ein weiterer wichtiger Faktor sei die Altersvorsorge. Angesichts des demografischen Wandels und einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung sei die Auseinandersetzung damit entscheidend: „30 bis 40 Prozent der Vermögensungleichheit im Ruhestand gehen auf einen einzigen Faktor zurück: Finanzwissen.“ Dieses Wissen ermögliche bessere Entscheidungen beim Sparen, Anlegen und bei der Vorsorge – und könne über einen Zeitraum von 30 Jahren zu sechsstelligen Unterschieden beim Alterskapital führen.

Fabian Walter alias Steuerfabi spricht beim Campus-Abend an der DHBW Villingen-Schwenningen. Foto: DHBW VS
"Hochschulkommunikation DHBW Villingen-Schwenningen"

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