81 Organisationen fordern, das Kindeswohl zum Maßstab der Klima- und Klima-Anpassungspolitik zu machen. Hitze, Luftverschmutzung und die Folgen der Klimakrise treffen Kinder und Jugendliche in besonderem Maße. Gleichzeitig tragen sie am wenigsten zur Klimakrise bei und werden am längsten mit ihren Folgen leben müssen. Ein breites Bündnis aus Wissenschaft, Gesundheitswesen, Kinder- und Jugendhilfe, Bildung und Zivilgesellschaft fordert deshalb, das Kindeswohl konsequent zum Maßstab der Klima- und Anpassungspolitik zu machen.
Zu den Beteiligten gehört Prof.in Dr.in Barbara Schramkowski von der DHBW Villingen-Schwenningen. Sie war Teil der Kerngruppe, die das gemeinsame Positionspapier „Kindeswohl in der Klimakrise – achten, schützen, gewährleisten“ erarbeitet und den damit verbundenen Beteiligungsprozess mitgestaltet hat.
Das Papier wird von insgesamt 81 Organisationen getragen, darunter die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG), der Deutsche Kinderschutzbund, die Bundespsychotherapeutenkammer und das Bündnis Kinder- und Jugendgesundheit. In dem gemeinsamen Positionspapier bündeln die beteiligten Organisationen zentrale Forderungen für einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen in der Klimakrise.
Im Mittelpunkt stehen drei Handlungsfelder:
- Klimaschutz konsequent umsetzen
- Klimaanpassung kindgerecht gestalten
- Kinder und Jugendliche verbindlich beteiligen
Gefordert werden unter anderem verbindliche Hitzeschutzkonzepte für Kitas und Schulen, gesunde und klimaresiliente Lebensräume sowie eine konsequente Berücksichtigung der Rechte und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen bei klima- und umweltpolitischen Entscheidungen.
Die Beteiligung von Prof.in Dr.in Barbara Schramkowski unterstreicht dabei die Bedeutung wissenschaftlicher Expertise und der Perspektiven von Kindern und Jugendlichen für die Entwicklung zukunftsorientierter Strategien. Der Beteiligungsprozess bringt unterschiedliche Fachrichtungen und Perspektiven zusammen und schafft eine Grundlage dafür, Klimaschutz und Klimaanpassung stärker aus der Perspektive des Kindeswohls zu betrachten.
Das Positionspapier wurde in Kooperation mit der Schader-Stiftung in Darmstadt und gemeinsam mit Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis erarbeitet.
Zum Positionspapier
Das vollständige Positionspapier „Kindeswohl in der Klimakrise – achten, schützen, gewährleisten“ steht online zur Verfügung.
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