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Freude über die Verleihung des Friedensnobelpreises an Nadia Murad

Professor Dr. Dr. Jan Ilhan Kizilhan war 2015 von der Landesregierung Baden-Württemberg  im Rahmen eines Sonderkontingents beauftragt worden, traumatisierte Frauen und ihre Kinder nach Baden-Württemberg zu holen – darunter Nadia Murad, die am 10. Dezember 2018 in Oslo den Friedensnobelpreis entgegen nimmt.

Die Landesregierung hat 2015 die Duale Hochschule Baden Württemberg  gebeten, Professor Kizilhan  für die Dauer des Projekts zu 50 Prozent freizustellen. Dies hat  DHBW Villingen-Schwenningen angesichts der großen humanitären Katastrophe zugesagt hat. Professor Kizilhan konnte somit dazu beitragen, dass vielen hunderten Frauen sexueller Gewalt geholfen wurde und sie im Südwesten Aufnahme fanden. Unter ihnen ist auch die diesjährige Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad. Jan Kizilhan hat die Jesidin Nadja Murad in einem schwer traumatisierten Zustand in einem Flüchtlingslager kennengelernt und sie im Rahmen des Sonderkontingents nach Deutschland gebracht, wo er sie auch weiterhin betreute.

„Ich freue mich über diese großartige Würdigung von Nadia Murad und hoffe, dass sich hierdurch noch stärker für Überlebende von Genoziden und Opfer von sexueller Gewalt eingesetzt wird“, so Professor Kizilhan, dem es leider nicht möglich war bei der Verleihung dabei zu sein.

Professor Kizilhan gratuliert Nadia Murad, die zusammen mit Denis Mukwege den Friedensnobelpreis für ihren Kampf gegen sexuelle Gewalt als Kriegsmittel erhalten hat.
Die heute 25-jährige hat nach ihrer IS-Gefangenschaft über die Rettungsaktion des Sonderkontingents Schutz in Baden-Württemberg gefunden.

Prof. Dr. Dr. Jan Ilhan Kizilhan, Leiter des Studiengangs Soziale Arbeit an der DHBW Villingen-Schwenningen, war im Januar 2015 von der Landesregierung beauftragt worden, 1.100 traumatisierte Frauen und ihre Kinder nach Baden-Württemberg zu holen. Professor Kizilhan war medizinisch-therapeutischer Leiter des Sonderkontingents. Heute ist er beratend tätig.
Im nordirakischen Dohuk hat im Frühjahr 2017 das Institut für Psychotherapie seinen Studienbetrieb aufgenommen.

Institut für Tanskulturelle Gesundheitsforschung an der DHBW Villingen-Schwenningen

Das vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium koordinierte Projekt „Psychotherapeutenausbildung an der Universität Dohuk“ wurde maßgeblich von Professor Kizilhan, unter Federführung der DHBW Villingen-Schwenningen, initiiert und entwickelt.
In dem Institut werden Therapeutinnen und Therapeuten ausgebildet. Teil der Ausbildung ist ein „Train the trainer-Konzept“. Ziel des Projekts ist die Behandlung traumatisierter Geflüchteter in Kliniken, Betreuungseinrichtungen und in den Camps vor Ort.

Professor Kizilhan ist Leiter des Instituts für Transkulturelle Gesundheitsforschung an der DHBW Villingen-Schwenningen. Das Institut widmet sich in Forschung und Lehre gesundheitswissenschaftlichen Fragestellungen vor dem Hintergrund zunehmender Internationalisierung der Gesundheitsforschung und Gesundheitsversorgung.

 

Professor Dr. Dr. Jan Ilhan Kizilhan und Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad
"Annika Honacker"

Annika Honacker