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Neue Impulse während der Informationsveranstaltung »Familienfreundliche Hochschule« an der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg

Die Hochschule für Polizei (HfPolBW) am Standort Villingen-Schwenningen hat am Dienstag, 29. Oktober 2019, auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten der DHBW Villingen-Schwenningen, Frau Prof. Dr. Beate Blank, Interessierte und Vertreter*innen unserer Hochschule zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Nach der Begrüßung durch die Prorektorin der HfPolBW, Frau Prof. Dr. Hauer, sprach Frau Caroline Wedler-Krebs, Gleichstellungsbeauftragte der HfPolBW, über Bausteine einer familienfreundlichen Hochschule. Erfahrungsberichte von einem Dozenten sowie von Studierenden gaben Einblicke, inwiefern die Vereinbarkeit von Familie und Studium bzw. Beruf derzeit umgesetzt werden kann.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, verknüpft mit der Kinderbetreuung und der Doppelkarriere, stellt für Arbeitnehmer*innen und Studierende eine große Herausforderung dar. Auch die DHBW Villingen-Schwenningen hat sich zum Ziel gesetzt, die Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium mit Familienpflichten weiter zu verbessern. Frau Prof. Dr. Beate Blank, Gleichstellungsbeauftragte der DHBW Villingen-Schwenningen, beantwortet die Fragen der Redaktion.

Redaktion: Welche Eindrücke haben Sie während der Veranstaltung und in Gesprächen mit Teilnehmer*innen gewinnen können?

Blank: Die HfPolBW hat ein beeindruckendes familienfreundliches Angebot für ihre Beschäftigten und Studierenden entwickelt. Hiervon können wir lernen. Ich würde mir wünschen, dass wir uns mit unseren Angeboten in Zukunft vernetzen könnten. Auch wenn wir im Vergleich weniger Familien unter unseren Studierenden haben, gibt es doch in Einzelfällen dringenden Handlungsbedarf. Dies berichten die betroffenen Studierenden, aber auch die Beschäftigten, die für ihre Kinder oder pflegebedürftigen Eltern verantwortlich sind.

Redaktion: Wie decken sich Vorstellungen und Ideen mit der Umsetzung in der Realität?

Blank: Nun, die HfPolBW hat im Laufe der Jahre ihre Vorstellungen umgesetzt und bspw. Strukturen für eine familienfreundliche Studiengruppe und eine familienfreundliche Wohnetage eingerichtet. Zudem gibt es ein Angebot für familiäre Notfälle und die Kita »Campus Minimus«. Beeindruckt hat mich auch, wie selbstverständlich inzwischen die Kinder in die Aktivitäten der HfPolBW integriert sind.

Redaktion: Welche Anknüpfungspunkte nehmen Sie aus der Veranstaltung mit, um die Familienfreundlichkeit an Hochschulen – im Gemeinschaftsverbund der Hochschulen in Villingen-Schwenningen – weiter zu stärken?

Blank: Wir werden zunächst die Gespräche auf der Ebene der Gleichstellungsbeauftragten fortsetzen und die strukturellen Voraussetzung klären, die an der einen oder anderen Stelle eine Kooperation im Sinne der Ressourcenbündelung möglich machen könnten. Umgekehrt können wir im Gegenzug dem Wunsch der HfPolBW nachkommen und Fortbildungen zu den Themen Gender und Diversität anbieten. Mit unseren Überlegungen zur Vernetzung der Hochschulen, auch mit der Hochschule Furtwangen, stehen wir erst am Anfang. Hier liegt sicher ein großes Potential, das noch zu erkunden ist.

Redaktion: Wie geht es konkret weiter?

Blank: Im Rahmen unseres Gleichstellungspilotprojekts sind weitere Treffen und Vernetzungsaktivitäten sowohl extern, als auch innerhalb unsere Hochschule geplant. Hier können wir einen Synergieeffekt nutzen und an die Vernetzungsaktivitäten der Hochschulleitungen aller drei Hochschulen anknüpfen. Das freut mich ganz besonders, denn ohne ein Zusammenwirken der Leitungsebene wären meine Aktivitäten als Gleichstellungsbeauftragte in Sachen Vernetzung wohl kaum von allen Seiten so freundlich und unterstützend aufgenommen worden. Die Frage, wie es DHBW intern mit Blick auf das Präsidium und die Standorte weitergeht, ist noch zu früh, um sie valide beantworten zu können. Erst nach Ende der Laufzeit unseres Gleichstellungspilotprojektes kann eine Evaluation Erkenntnisse bringen und Aussagen treffen, ob und unter welchen Voraussetzungen unser Konzeptansatz auf andere Standorte übertragen werden könnte.

v.li.: Hettich-Wittmann (DHBW), Prof. Dr. Mössle (HfPol), Wedler-Krebs (HfPol), Prof. Dr. Hauer (HfPol), Prof. Dr. Blank (DHBW), Prof. Dr. Menne (DHBW), Prof. Dr. Steenkamp (DHBW), Prof. Dr. Staiger (DHBW), Riebl, Rauch, Vunc und Dinh (DHBW) (Bild: DHBW)
"Johannes Stumpf"

Johannes Stumpf