Forschungsprojekte Konzeption und Evaluation

Konzeption und Evaluation

„Nachbarschaftsgespräche Innenstadt Schwenningen“

Projektlaufzeit: Ab Januar 2019
Kurze inhaltliche und methodische Beschreibung: In der Schwenninger Innenstadt leben viele Menschen in relativ prekären Lebenslagen, zudem sind viele Gebäude in einem schlechten Zustand. Über fünf „Nachbarschaftsgespräche“ sollen „stillere“ Bürger*innen verschiedener Lebensalter und Lebenslagen, die über ein ‚Zufallsprinzip‘ ausgewählt werden, über das Leben im Stadtteil und hier perzipierte Probleme und Ressourcen ins Gespräch kommen. Ziel ist es im Kreise der Bürger*innen Vorschläge zur Entwicklung des Stadtteils zu erarbeiten, die von der Stadtverwaltung gehört werden. Die Gespräche werden von einer Begleitgruppe vor- und nachbereitet, der Akteur*innen der Zivilgesellschaft sowie der Sozialen Arbeit angehören. Die wissenschaftliche Beratung und Begleitung übernehmen Professor*innen der DHBW Villingen-Schwenningen.
Kooperationspartner*innen: Allianz für Beteiligung e.V., Stadt Villingen-Schwenningen, Bürger*innen und lokale Akteure
Verantwortliche Personen: Prof. Dr. Sebastian Klus, Prof. Dr. Barbara Schramkowski
Gliederungspunkt: Konzeption & Evaluation

Wohnungssicherung im ländlichen Raum

Projektlaufzeit / Förderdauer:
2014-2016
Kurze inhaltliche und methodische Beschreibung: Die Brisanz der Problematik von Wohnungsverlusten im ländlichen Raum findet in der Öffentlichkeit kaum Beachtung. Im Landkreis Lörrach wurde ein Modellprojekt zur Einführung einer Fachstelle Wohnungssicherung im ländlichen Raum mit dem Schwerpunkt der Hilfen für Familien durchgeführt, das wissenschaftlich anhand regelmäßig erhobener Daten evaluiert wurde.
Kooperationspartner*innen, beteiligte Einrichtungen
AGJ-Fachverband Freiburg in Kooperation mit dem Diözesancaritasverband für die Erzdiözese Freiburg sowie Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
Verantwortliche Personen: Prof. Dr. Süleyman Gögercin
Erste Ergebnisse, Artikel/Veröffentlichungen, Berichte: Ausgehend von den durch die Fachstelle beratenen Menschen kann konstatiert werden, dass Familien in dem untersuchten ländlichen Raum in besonderer Weise von Wohnungsnot betroffen waren. Für das Entstehen von Mietschulden spielt der Aspekt der Trennung vom Lebenspartner – neben weiteren Faktoren wie zum Beispiel Arbeitslosigkeit, prekäre Beschäftigung, Krankheit oder Schwierigkeiten bei der Realisierung von Rechtsansprüchen – immer wieder eine große Rolle. Betrachtet man die im Evaluationszeitraum abgeschlossenen Beratungen (75 %), hat sich deren Gesamtsituation bei 68 % stabilisiert und verbessert, indem entweder die Wohnung gesichert (bei knapp 43,8 % der Haushalte) oder eine alternative Wohnung gefunden wurde (bei weiteren 24,2 %).
Veröffentlichungen:
  • Gögercin, S./Heinz, S.: Wohnungssicherung im ländlichen Raum. Erkenntnisse einer Fachstelle als Modellprojekt zur Prävention von Wohnungsverlusten. In: Soziale Arbeit 11/2017, S. 417-422
  • Gögercin, S./Heinz, S.: Prävention von Wohnungsverlusten im ländlichen Raum. In: wohnungslos 2-3/2017, S. 84-86
Gliederungspunkt: Konzeption und Evaluation

Gelingendes Zusammenleben im Schwarzwald-Baar-Kreis (SBK)

Projektlaufzeit / Förderdauer:
2015-2016
Kurze inhaltliche und methodische Beschreibung: Die hohe Anzahl von geflüchteten Menschen hat Kommunen und Landkreise vor große Herausforderungen gestellt – auch den Schwarzwald-Baar-Kreis. Daher wurde in Kooperation mit Mitarbeitenden und Studierenden der DHBW-VS – Fakultät Sozialwesen unter Einbezug von Akteur*innen des Schwarzwald-Baar-Kreises ein Konzept zur Flüchtlingshilfe im Auftrag des Landkreises entwickelt. Hierfür wurden Befragungen, Workshops und eine Sozialraumanalyse in sieben Gemeinden durchgeführt. Zudem waren Studierende des 4. Semesters beteiligt, die auf freiwilliger Basis zusätzlich Befragungen der Bürgerinnen und Bürger in den untersuchten Gemeinden durchführten und an der Datenauswertung und den Workshops beteiligt waren.
Kooperationspartner*innen, beteiligte Einrichtungen:
Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis
Verantwortliche Personen: Prof. Dr. Anja Teubert, Prof. Dr. Karin E. Sauter, Andreas Sauter, Prof. Dr. Süleyman Gögercin

Erste Ergebnisse in Form von Empfehlungen:

  • Kommunen einigen sich auf die Vereinbarung eines gemeinsamen Konzepts mit dem Ziel, ein gelingendes Zusammenleben zu unterstützen.
  • Schaffen von Stellen für gemeinwesenorientierte Soziale Arbeit
  • Interdisziplinäre Schulungen zu interkultureller Kompetenz
  • Installieren von Netzwerken auf Zeit
  • Einführung von Clearingverfahren und Case Management
  • Überprüfung der entwickelten Standards
Artikel/Veröffentlichungen:
  • Teubert, A./Sauer, K. E./Gögercin, S./Sauter, A.: Integrationskonzept für ein gelingendes Zusammenleben mit geflüchteten Menschen im Schwarzwald-Baar-Kreis. Eine Sozialraumanalyse. https://session.lrasbk.de/bi/vo0050.php?__kvonr=2301. 22.11.2018
  • Teubert, A./Gögercin, S.: Professionelle ‚sozialarbeiterische Netzwerkarbeit‘ zur Steuerung sozialer Dienstleistungen für geflüchtete Menschen. In: Blank, B./Gögercin, S./Sauer, K.E./Schramkowski, B. (Hrsg.): Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft. Springer VS 2018. S. 387-398
  • Teubert, A./Bestmann, S.: Konsequente Orientierung am Menschen auch im Feld der Arbeit mit geflüchteten Menschen?  Ein Plädoyer für eine Fokussierung auf handlungsleitende Prinzipien Sozialer Arbeit im Kontext Flucht und Migration. In: Blank, B./Gögercin, S./Sauer, K.E./Schramkowski, B. (Hrsg.): Soziale Arbeit in der Migrations-gesellschaft. Springer VS 2018. S. 711-722
Gliederungspunkt: Migration & Flucht sowie Konzeption & Evaluation

Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten

Projektlaufzeit / Förderdauer:
2018-2019
Kurze inhaltliche und methodische Beschreibung: Es geht um die wissenschaftliche Begleitung der Landesstrategie „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten“. In diesem Rahmen wurde mit der Ausschreibung eines Ideenwettbewerbes die Idee einer nachhaltigen, generationengerechten und inklusionsorientierten Quartiersentwicklung im Flächenland Baden-Württemberg auf kommunaler Ebene zu verankern gesucht. Im Oktober 2017 wurden 53 von insgesamt 147 eingereichten Quartierskonzepten von Städten und Gemeinden im Rahmen des Ideenwettbewerbs prämiert. Damit hat sich bereits beim Auftakt fast jede siebente Kommune des Landes an der Entwicklung entsprechender Konzepte beteiligt. Zur Evaluation und Identifizierung von Formen und Gelingensbedingungen einer erfolgreichen Implementierung quartiersbezogener Entwicklungsstrategien auf kommunaler Ebene (Landkreise und Kommunen) werden eine Vollerhebung (Onlinebefragung), telefonische Expert*nnenbefragungen, Dokumentenanalyse sowie Netzwerkanalyse durchgeführt.
Kooperationspartner*innen, beteiligte Einrichtungen
Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg & DHBW Heidenheim
Verantwortliche Personen: Prof. Dr. René Gründer (DHBW-HDH), Prof. Dr. Anja Teubert, Prof. Dr. Süleyman Gögercin
Gliederungspunkt: Konzeption und Evaluation

Analyse der Beteiligungsmöglichkeiten von Dualen Partnern beim Theorie-Praxis-Transfer und Anregungen für deren Weiterentwicklung

Projektlaufzeit / Förderdauer:
01.01.2018 – 31.12.2019
Kurze inhaltliche und methodische Beschreibung: Nach einer Analyse der aktuellen Beteiligungsmöglichkeiten von Dualen Partnern im Theorie-Praxis Transfer sollen Maßnahmen zur Weiterentwicklung eruiert werden mit dem Fokus auf eine Verbesserung der Studierbarkeit. Das Untersuchungsdesign sieht Leitfadeninterviews mit Expert*innen, eine Online-Befragung von Dualen Partner sowie eine Gruppendiskussion mit Studierenden vor.
Kooperationspartner*innen, beteiligte Einrichtungen:
Duale Partner der Fakultät Sozialwesen, DHBW Villingen-Schwenningen
Verantwortliche Personen: Prof. Dr. Matthias Brungs, Dipl. Soz.Päd. (BA) Elvira Demuth-Rösch, Dipl. Soz.Päd. M.A. Andreas Sauter

(Zwischen)Ergebnisse:

Jährlicher Zwischenbericht / Abschlussbericht
Gliederungspunkt: Konzeption & Evaluation sowie Didaktik & Lehre