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Wenn Kunst im Krankenhaus wirkt: Studierende entdecken Healing Art

Unter der Leitung von Prof.in Dr.in Daniela Steenkamp besuchten Studierende der Studienrichtung Netzwerk- und Sozialraumarbeit das Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart im Rahmen einer Exkursion. Begleitet wurden sie von Prof.in Dr.in med. Margrit Ebinger, die an der DHBW Stuttgart die Studienrichtung Angewandte Gesundheits- und Pflegewissenschaften leitet.

Die Veranstaltung stand unter dem Thema Healing Art und knüpfte an die inhaltliche Weiterentwicklung der Studienrichtung an. Seit 2025 integriert Prof.in Steenkamp verstärkt den Themenbereich Healing Architecture in Lehre und Projektarbeit. Dabei geht es um die Frage, wie Architektur, Raumgestaltung und kulturelle Elemente zur Förderung von Gesundheit, Wohlbefinden und sozialer Interaktion beitragen können.

In diesem Zusammenhang soll künftig auch die Zusammenarbeit mit dem Robert Bosch Krankenhaus sowie mit einem Architekten aus Villingen-Schwenningen weiter intensiviert werden. Ziel ist es, die gesundheitsförderliche Gestaltung von Räumen aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven zu betrachten.

Healing Art im Krankenhaus: Wie Kunst Heilungsprozesse unterstützen kann

Vor Ort wurden die Studierenden von der Kunsthistorikerin Isabel Grüner empfangen, Leiterin des Bereichs Healing Art am Robert Bosch Krankenhaus. Im Rahmen einer Führung erhielten sie Einblicke in die künstlerisch gestalteten Stationen der Klinik.

Dabei wurde deutlich, wie bewusst Kunstwerke, Farben, Licht und räumliche Strukturen eingesetzt werden, um eine gesundheitsförderliche Atmosphäre für Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie Mitarbeitende zu schaffen.

Der Bereich Healing Art ist Teil eines umfassenden Konzepts des Krankenhauses, das sich mit der Wirkung von Kunst und ästhetischer Raumgestaltung im Gesundheitskontext beschäftigt. Kunstwerke aus unterschiedlichen Medien – darunter Malerei, Fotografie, Skulpturen und installative Arbeiten – sind gezielt in Fluren, Wartebereichen, Patientenzimmern und Aufenthaltsräumen integriert.

Ziel ist es, Orientierung zu erleichtern, emotionale Entlastung zu schaffen und den Klinikaufenthalt menschlicher und angenehmer zu gestalten. Studien zeigen, dass eine solche Umgebung Stress reduzieren, das Wohlbefinden stärken und sogar Heilungsprozesse positiv beeinflussen kann.

Räume als sozialer Faktor: Perspektiven für Sozial- und Netzwerkarbeit

Während der Führung erläuterte Isabel Grüner die kuratorischen Überlegungen hinter den einzelnen Kunstwerken sowie deren Einbindung in die Architektur des Hauses. Die Studierenden hatten zudem Gelegenheit, Fragen zu stellen und mögliche Bezüge zu sozialräumlichen Arbeitsansätzen zu diskutieren.

Dabei wurde deutlich, dass Räume nicht nur funktional sind, sondern auch soziale und emotionale Wirkungen entfalten. Architektur, Gestaltung und Kunst können somit wichtige Beiträge für ein gesundheitsförderliches Umfeld leisten.

Praxisnahe Einblicke für Studierende

Die Exkursion bot eine wertvolle praxisnahe Ergänzung zur theoretischen Auseinandersetzung mit Healing Architecture. Gleichzeitig eröffnete sie neue Perspektiven darauf, wie Raumgestaltung, Kunst und soziale Arbeit miteinander verbunden werden können.

Weitere Informationen zum Projekt Healing Art im Robert Bosch Krankenhaus finden Sie hier.

Kunsthistorikerin Isabel Grüner (rechts) führt die Gruppe der DHBW durch das Robert Bosch Krankenhaus in Stuttgart. Foto: DHBW VS