Darüber wurde bei einer Tagung der Schader Stiftung in Kooperation mit KLUG – Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit intensiv mit einer breit gefächerten Akteur*innengruppe diskutiert, die Professorin Barbara Schramkowski von der DHBW Villingen-Schwenningen mit vorbereitet und ausgestaltet hatte.
Die Klimakrise ist aktuell die größte Gesundheitsgefahr für uns Menschen, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Sie leiden am meisten unter den Folgen der Klimakrise, obwohl sie nicht für deren Ursachen verantwortlich sind. Wie können wir dieser Herausforderung begegnen und welche Forderungen an die Politik gehen damit einher?
Kinderschutz ist Klimaschutz
Mit Impulsen aus Forschung und Praxis von Prof.in Dr.in Katharina Gerarts, Hannah Ferber, Dr.in Marischa Fast, Prof.in Dr.in Barbara Schramkowski, Dr. Isabel Behr und Dr. Dirk Holzinger wurde aus gesundheitlichen, kinderrechtlichen, aktivistischen und transformativen Gesichtspunkten herausgestellt, warum Kinderschutz gleich Klimaschutz ist, was ökologische Kinderrechte sind und wie die Gesundheit von Kindern in der Klimakrise gefördert werden kann.
Barbara Schramkowski stellte, basierend auf einer von ihr durchgeführten qualitativen Interviewstudie, heraus, was eine transformative Haltung ist und warum diese so zentral ist, um Klimaschutz umfassend voranzubringen. Diese zeigt sich im Stichwort „einfach machen“, anstatt lange zu argumentieren, warum Veränderungen nicht umsetzbar seien, in klaren Visionen zu den Vorteilen einer klimagerechten Welt sowie im Mut zu Entscheidungen, die anfangs auch Widerstände hervorrufen können.
Gemeinsam Lösungen entwickeln
In vier Dialog-Cafés erarbeiteten die Teilnehmenden Ideen, wie das Thema gestärkt werden kann: Im Bereich Motivation wurde diskutiert, wie Menschen innerhalb der eigenen Institution für Engagement gewonnen werden können. Beim Thema Netzwerke stand im Fokus, welche bestehenden und neuen Verbindungen nötig sind, um das Thema transdisziplinär voranzubringen. Zum Themenfeld Politik wurde erarbeitet, welche Maßnahmen notwendig sind, damit Kinder informiert, beteiligt und tatsächlich ernst genommen werden. Abschließend ging es bei der Vision darum, wie eine Zukunft aussieht, in der das Kindeswohl selbstverständlich in Klimaschutzdiskurse und -maßnahmen integriert ist.
Aus den Ergebnissen soll eine Handreichung für Politik, Wirtschaft und Verbände erarbeitet werden. Barbara Schramkowski wird das Projekt weiterhin fachlich begleiten.
Nähere Informationen finden sich unter: https://www.schader-stiftung.de/veranstaltungen/archiv/artikel/kindeswohl-in-der-klimakrise