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Wenn eine Abschlussarbeit zur Veröffentlichung wird

Was als Bachelorarbeit an der DHBW Villingen-Schwenningen begann, ist heute bereits in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift veröffentlicht: Im Juni erschien der Beitrag von Gil Friedrich in der Zeitschrift Controlling. Unter dem Titel „Working Capital Management: Analyse und Steuerung. Kennzahlenbasierte Transparenz und simulationsgestützte Steuerung zur Bestandsoptimierung“ wurde seine Arbeit einem Fachpublikum zugänglich gemacht.

Bemerkenswert ist dabei, dass der Beitrag auf seiner Bachelorarbeit basiert, die er im Studiengang BWL-Industrie an der DHBW Villingen-Schwenningen verfasst und im September 2025 mit der Note 1,0 abgeschlossen hat. „Ich wusste, dass das Thema hochaktuell ist und war damit zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, so Friedrich.

Nach Abschluss seines Studiums trat er aktiv an Fachzeitschriften heran und erkundigte sich, ob eine Veröffentlichung seines Themas – nach entsprechender Überarbeitung – möglich sei. Mit Erfolg: Der Beitrag wurde angenommen und publiziert.

Lieferkettenresilienz und Lagerbestände

Inhaltlich beschäftigt sich die Arbeit mit der Optimierung von Lagerbeständen. „Gerade während der Corona-Pandemie haben viele Unternehmen ihre Lagerbestände deutlich erhöht. Heute haben sich die Rahmenbedingungen jedoch verändert – die zentrale Frage ist, wie Unternehmen nun mit diesen Veränderungen umgehen“, erklärt Friedrich. Besonders im Fokus steht dabei die in den letzten Jahren gewachsene Bedeutung der Lieferkettenresilienz sowie die Frage, wie sich Effizienz und Versorgungssicherheit ökonomisch sinnvoll ausbalancieren lassen.

Für die Veröffentlichung in der Fachzeitschrift war eine Überarbeitung der ursprünglichen Bachelorarbeit notwendig. „Die Inhalte mussten teilweise angepasst und interne Unternehmensdaten entfernt werden“, so Friedrich.

Unterstützt wurde er dabei maßgeblich von seinen Co-Autoren und Betreuern: Prof. Dr. Markus Cordes von der DHBW Villingen-Schwenningen sowie Sebastian Schmid von der Sto SE & Co. KGaA. „Durch ihre Erfahrung konnte ich den Beitrag sowohl wissenschaftlich als auch praxisnah schärfen“, berichtet Friedrich. Gemeinsam mit Prof. Cordes habe er den Beitrag nochmals detailliert überarbeitet und insbesondere auf wissenschaftliche Präzision geachtet. Die Zusammenarbeit beschreibt er rückblickend als äußerst bereichernd.

Verschiedene Perspektiven einnehmen

Ein zentraler Aspekt des veröffentlichten Beitrags ist die ganzheitliche Betrachtung der Lagerbestandsoptimierung. „Eine isolierte Optimierung kann mitunter auch negative Auswirkungen haben. Deshalb ist es wichtig, die Perspektiven verschiedener Unternehmensbereiche – insbesondere im Hinblick auf Servicegrad, Kosten und Kapitalbindung – einzubeziehen“, betont Friedrich.

Das Thema begleitet ihn weiterhin auch im Berufsalltag. „Es ist schön zu sehen, dass die Arbeit nicht im Schrank verstaubt“, sagt er. Heute ist Gil Friedrich als Junior Controller bei der Sto SE & Co. KGaA in Stühlingen tätig.

Der veröffentlichte Fachbeitrag ist hier abrufbar: Working Capital Management – Controlling Artikel