Maschinen in XXL: Studierende erleben Tunnelbau bei Herrenknecht
Im vierten Semester des Studiengangs BWL – International Business führte eine Exkursion Studierende der DHBW Villingen-Schwenningen zum dualen Partnerunternehmen Herrenknecht nach Schwanau. Vor Ort erhielten sie spannende Einblicke in die Arbeitsweise eines international erfolgreichen Unternehmens und konnten die im Studium erlernten theoretischen Inhalte direkt mit der betrieblichen Praxis verknüpfen.
Mit zahlreichen internationalen Projekten und Standorten ist Herrenknecht global tätig und zählt zu den technologisch führenden Akteuren im Bereich des maschinellen Tunnelbaus. Das Unternehmen entwickelt, konstruiert und produziert umfassende Systemlösungen für den gesamten Tunnelbauprozess. Dabei steht der Fokus des 1977 gegründeten Familienunternehmens insbesondere auf der Entwicklung innovativer und maßgeschneiderter Lösungen.
Tiefgreifende Einblicke bei Herrenknecht
Zu Beginn des Besuchs erhielten die Studierenden einen umfassenden Einblick in das Unternehmen. Dabei wurden die Entwicklung der Firma, ihre globale Ausrichtung und einige ihrer prestigeträchtigsten Projekte, wie etwa der bekannte Gotthardt-Tunnel, erläutert. Besonders im Fokus stand dabei die Bedeutung neuster innovativer Technologien und Marktsegmente des Nachhaltigkeitssektors.
Die Studierenden wurden schließlich mit nötiger Schutzkleidung ausgestattet und für eine Werksführung in zwei Gruppen aufgeteilt. Begleitet von zwei Experten des Projektmanagements und der Konstruktion erlebten die Studierenden tiefgreifende Einblicke in die direkten Produktionsstätten und Montageplätze des Unternehmens. Dabei wurde detailliert auf die möglichen Spezialisierungen der einzelnen Komponenten eingegangen. Theoretisches Wissen über Wertschöpfungsketten konnte im Durchgang lebhaft nachvollzogen werden.
An den vielen Montageplätzen hatte die Gruppe die Möglichkeit, viele unterschiedliche Arten von Tunnelbohrmaschinen in ihrer vollen Größe zu erleben. Besonders eindrucksvoll waren die unterschiedlichen Dimensionen in Größe und Spezialisierung der Maschinen. Neben kleineren sogenannten „Utility Tunneling“-Maschinen mit einem Durchmesser von etwa fünf Metern, war es den Studierenden zusätzlich möglich, große Maschinen des Segments „Traffic Tunneling“ mit einem Durchmesser von bis zu 19 Metern zu begutachten. Durch entsprechende Anpassung der Bohrköpfe ist es möglich, die Maschinen auf unterschiedlichste Geologien auszurichten und verschiedene Marktsegmente zu bedienen. Darunter fallen sowohl der Bau von Straßen- und Schienentunneln, als auch Strom- und Abwasserleitung oder Offshore-Fundamente.
Starke Verzahnung von Theorie und Praxis
Die Exkursion ermöglichte spannende Einblicke und einen angeregten Austausch. Die Studierenden erhielten die Möglichkeit, ein neues Segment des Maschinenbaues kennenzulernen und Kontraste zu ihren eigenen Partnerunternehmen festzustellen. Die Exkursion ist ein schönes Beispiel für die Vorzüge des Dualen Studiums an der DHBW Villingen-Schwenningen und betont die starke Verzahnung von Theorie und Praxis.