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Soziale Arbeit nimmt ökologische Transformation und Klima in den Blick

Am 23. und 24. April fand die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit DGSA zum Thema »Europäische Gesellschaft(en) zwischen Kohäsion und Spaltung« statt, an der auch Professor*innen der Fakultät Sozialwesen der DHBW Villingen-Schwenningen teilnahmen. Die Tagung wurde erstmals trinational in Kooperation mit der Österreichischen und der Schweizer Gesellschaft für Soziale Arbeit ausgerichtet. Über 1.000 Teilnehmer*innen aus Wissenschaft und Praxis der Sozialen Arbeit nahmen an der virtuellen DGSA-Jahrestagung teil – der Spitzenwert bisher.

Professorin* Dr. Karin E. Sauer und Professorin Dr. Barbara Schramkowski gründeten im Vorfeld zusammen mit Wissenschaftler*innen anderer Hochschulen die DGSA-Fachgruppe »Sozial-ökologische Transformationen und Klimagerechtigkeit in der Sozialen Arbeit« und brachten während der Veranstaltung Aspekte im Zuge eines Panels ein. In vier einführenden Kurzvorträgen stellte die Fachgruppe Möglichkeiten sozial-ökologischer Sozialraumentwicklung vor, thematisierte intergenerationale Ungerechtigkeiten und die damit verbundene Gefährdung von Kindern und Jugendlichen durch die Klimakrise und sprach mit dem Publikum über regenerative sozialpädagogische Ansätze. Nach dem Panel, an dem 70 Personen teilnahmen, meldeten 30 Personen ihr Interesse an einer Mitarbeit in der neuen Fachgruppe an. Mit 50 Mitgliedern wird sie nun die Arbeit aufnehmen. Ein erstes Projekt ist die Herausgabe eines Buches zum Thema »Soziale Arbeit und Klimagerechtigkeit«, an der rund 40 Autor*innen mitwirken.

Schramkowski koordiniert derzeit die Fachgruppenarbeit und berichtet: „Nahezu täglich melden sich Personen, die im Kontext zur Sozialen Arbeit stehen und mitarbeiten möchten oder Materialien zu Berührungspunkten von Sozialer Arbeit und Klimagerechtigkeit anfragen“. Sie hebt in diesem Zusammenhang auch das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 29. April 2021 hervor: „Dieses stärkt der Gruppe und unserer Arbeit den Rücken, weil es die Rechte der kommenden Generationen auf eine sichere Umwelt hervorhebt, indem anerkannt wird, dass der Ausstoß von Treibhausgasen aus fossilen Brennstoffen die Freiheits- und Sicherheitsrechte von Kindern gefährdet“, so die Koordinatorin.

In den Ausgestaltungsprozess der notwendigen sozialökologischen gesellschaftlichen Transformationen möchte sich die Fachgruppe einbringen.

Bild: Skitterphoto (Pexels)