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Nachhaltigkeit und Austausch beim Fairen Picknick

Bei bestem Wetter fand vor dem Badhaus auf dem Campus der DHBW Villingen-Schwenningen ein „Faires Picknick“ statt, das von der Fairtrade-Arbeitsgruppe organisiert wurde. Die Veranstaltung ist Teil der Bemühungen der DHBW Villingen-Schwenningen, eine Fairtrade-Zertifizierung zu erreichen, und bot den Teilnehmenden eine gelungene Mischung aus Genuss, Information und Austausch.

In entspannter Atmosphäre konnten die Besucherinnen und Besucher verschiedene Fairtrade-Produkte wie Kaffee, Tee, Bananen und weitere nachhaltig bezogene Speisen probieren. Begleitend dazu gab es informative Einblicke in die Prinzipien des fairen Handels. Themen wie faire Löhne, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und nachhaltige Produktionsweisen standen dabei im Mittelpunkt.

Ein besonderer Beitrag kam von dem internationalen Gaststudierenden Jedial Ingabire aus Burundi, der derzeit für einige Monate an der DHBW Villingen-Schwenningen studiert und sonst in Ruanda eingeschrieben ist. Er berichtete anschaulich über die Lebens- und Arbeitsbedingungen in seiner Heimat. So seien Bananen dort das wichtigste Grundnahrungsmittel – jedes Kind wisse genau, wie sie wachsen und schmecken. Auch Kaffee werde in Burundi angebaut, allerdings überwiegend für den Export. Die lokale Bevölkerung trinke stattdessen eher Tee oder Milch.

Ingabire machte deutlich, welche Bedeutung Fairtrade für viele Menschen hat: Es ermögliche Landwirtinnen und Landwirten eine gerechtere Bezahlung. Dennoch werde ein großer Teil der Produkte weiterhin über den regulären Markt verkauft. Die Löhne seien dabei oft sehr niedrig – für die Ernte von etwa 50 Kilogramm Tee pro Tag erhielten Arbeiterinnen und Arbeiter umgerechnet lediglich rund 12 Euro.

Zusätzliche Informationen lieferte Innovations- und Forschungsmanagerin Johanna Rolf. Sie informierte über den aktuellen Stand und die Ziele der angestrebten Fairtrade-Zertifizierung der DHBW Villingen-Schwenningen. „Ein zentrales Anliegen ist es, das Bewusstsein für nachhaltigen und fairen Konsum innerhalb der Hochschulgemeinschaft und darüber hinaus zu stärken“, sagt Rolf.

Das Picknick bot somit nicht nur kulinarische Genüsse, sondern auch wertvolle Denkanstöße. In offener und einladender Atmosphäre kamen die Teilnehmenden ins Gespräch und tauschten Ideen und Erfahrungen aus.