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Gleichstellungsbeauftragte zum Weltfrauentag am 8. März 2020

Die Gleichstellungsbeauftragte der DHBW Villingen-Schwenningen, Professorin Dr. Beate Blank, fordert zum gestrigen Weltfrauentag dazu auf, die Gleichstellung weiter voranzubringen und in der Öffentlichkeit auf Gleichstellung aufmerksam zu machen. „Die Gleichstellung wird derzeit noch überwiegend in Gremien und Fachkreisen diskutiert. Die Diskussion und die Maßnahmen sollten aber mehr und mehr für alle gleichermaßen erlebbar werden. In verschiedenen Projekten und Kooperationen verfolgen wir deshalb konkrete Maßnahmen, die auf die Gleichstellung abzielen“, so Blank.

„Das 21. Jahrhundert muss das Jahrhundert der Gleichstellung von Frauen sein“. Dies fordert der UN-Generalsekretär António Guterres in seinem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung zum gestrigen Weltfrauentag. Guterres beschreibt die „Ungleichheit der Geschlechter“ als „die überwältigende Ungerechtigkeit unserer Zeit und die größte Herausforderung für die Menschenrechte.“ Er begründet dies mit den über jahrhundertelang geprägten patriarchalen Machtverhältnissen zwischen den Geschlechtern. Sie hinderten uns daran, die uns alle betreffenden Probleme unserer Zeit zu lösen. „Die Gleichstellung der Geschlechter“, so Guterres weiter „ist das Mittel um Macht neu zu definieren und so zu transformieren, dass es allen zugute kommt. Es ist an der Zeit mit dem Versuch aufzuhören, Frauen zu verändern, und damit zu beginnen, die Systeme und Machtungleichgewichte, die sie daran hindern ihr volles Potenzial zu entfalten, zu modifizieren.“

Gleichstellung ist ein Thema nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer. Dies betont auch Kanzlerin Angela Merkel in ihrem Video-Podcast, denn „wir können die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen im Erwerbsleben nur erreichen, wenn auch Männer sich stärker einbringen in die Familienarbeit, in die Sorgearbeit, in die Pflege und auch in die Erziehung der Kinder.“

Aus Sicht der Gleichstellungsbeauftragten der DHBW Villingen-Schwenningen „sind die Rechte der Frauen nicht zu trennen von einer gerechten Verteilung und gesellschaftlichen Wertschätzung von Care-Arbeit. Auf dem Weg zur Vereinbarkeit von Familie, Studium und Beruf, zur gleichen Entlohnung von Frauen und Männern bis hin zur paritätischen Besetzung von Führungspositionen ist noch einiges zu tun. Der Weltfrauentag ist von Clara Zetkin im Rahmen der »Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz« am 27. August 1910 in Kopenhagen aus der Perspektive der weitgehend rechtlosen und vielfach ausgebeuteten Frauen ins Leben worden. Daran sollten wir uns – und die Politik – erinnern. Zwar hat sich in den vergangenen hundert Jahren sehr viel für uns Frauen insgesamt verbessert, doch sehen wir derzeit weltweit Rückschritte. Hierzulande ist die zunehmende Verarmung von Frauen im Niedriglohnsektor, in Teilzeit und im Alter wieder für viele ein existenzielles Thema geworden. Frauenrechte sind nicht teilbar. Ansonsten wird die Menschenwürde von uns allen verletzt. Auf die Folgen für die Menschheit weißt die UN-Erklärung zum diesjährigen Weltfrauentag hin.“

Zum gesamten Beitrag des Generalsekretärs António Guterres: Erklärung zum Weltfrauentag.

(Bild: Vereinte Nationen)