Beim öffentlichen Beteiligungsworkshop der DHBW Villingen-Schwenningen wurde deutlich, welchen hohen Stellenwert der Klimaschutz an der Hochschule hat. Im Zentrum stand die Frage, wie die DHBW ihre Treibhausgas-Emissionen senken und in den kommenden Jahren klimaneutral gestalten kann. Zahlreiche Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich aktiv einzubringen, Ideen zu entwickeln und sich im regen Austausch zu engagieren. Moderiert wurde der Workshop von Frank Leichsenring, Klimaschutzmanager für den Cluster Süd der DHBW, gemeinsam mit Jörg Pahlenberg, Gesamtprojektleiter des Energie- und Klimaschutzkonzepts an der DHBW.
Unter den Teilnehmenden waren auch die Nachhaltigkeitsbeauftragten der DHBW VS, Prof. Dr. Wolfgang Habla und Prof.in Dr.in Barbara Schramkowski, die Innovations- und Forschungsmanagerin Johanna Rolf, Petra Neubauer, Klimaschutzmanagerin der Stadt Villingen-Schwenningen, sowie Dr. Sandy-Cheril Menton, Klimaschutzmanagerin des Landesnetzwerks im Bauamtsbezirk Konstanz. Ihr Fachwissen und ihre Perspektiven bereicherten den Austausch maßgeblich.
Klimaschutz ist kein abstraktes Ziel
„Das Erscheinen so vieler Teilnehmer*innen zeigt, dass Klimaschutz kein abstraktes Ziel ist, sondern die Menschen hier vor Ort bewegt“, erklärte Prof. Dr. Steffen Arnold, Dekan der Fakultät Sozialwesen und Prorektor für Nachhaltigkeit. Als Hochschule trage man eine entsprechende Verantwortung – nicht zuletzt auch angesichts der dramatischen Folgen des Klimawandels. Deshalb engagiert sich die DHBW gezielt dafür, den eigenen CO₂-Fußabdruck zu verringern und gleichzeitig als Vorbild zu wirken. „Klimaschutz kann nur gelingen, wenn wir gemeinsam gestalten“, so Arnold weiter.
Frank Leichsenring präsentierte die vorläufigen Ergebnisse der CO₂-Bilanz für das Jahr 2024, die auf dem Greenhouse Gas Protocol, dem international führenden Standard zur Messung und Berichterstattung von Treibhausgasen, basieren. Um den Austausch anzustoßen wurden den einzelnen Ergebnischarts jeweils eine Mentimeter-Frage vorangestellt, die individuell beantwortet und präsentiert wurde. Die Auflösung vermittels der Treibhausgas(THG)-Zahlen hielt dann doch die ein- oder andere Überraschung bereit; etwa wenn der hoch erwartete Anteil der Mobilität an den gesamten THG-Emissionen der DHBW VS dann 81 Prozent ausmachte.

Zentrale Bereiche im Fokus
Im zweiten Teil des Workshops gliederten sich die Teilnehmer*innen in drei Arbeitsgruppen, die sich jeweils mit einem der zentralen Themenbereiche der CO₂-Bilanz beschäftigten: Energie und Gebäude, Mobilität und Beschaffung. In den Austauschrunden wurden zahlreiche konkrete Ideen entwickelt: So diskutierten die Gruppen das Anbringen von Thermostaten zur effizienteren Heizungssteuerung, die Ausstattung aller DHBW-Gebäude mit Photovoltaik-Modulen, nachhaltige Lösungen für ausgemusterte Möbel und technische Geräte sowie Möglichkeiten, durch digitale Unterrichtsangebote einmal pro Woche CO₂ einzusparen. Neben diesen Beispielen wurden noch viele weitere Themen gesammelt und abschließend nach persönlicher Wichtigkeit priorisiert.
Die Teilnehmenden lieferten damit wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung eines nachhaltigen Energie- und Klimakonzepts. Diese Maßnahmenliste fließt, neben anderen Listen von Maßnahmenvorschlägen (bspw. aus dem Gebäudemanagement) in den Maßnahmenkatalog ein, der auf Grundlage des Energie- und Klimaschutzkonzeptes (EuKK) in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll.
Die rege Teilnahme ist ein klarer Beweis dafür, dass die DHBW Villingen-Schwenningen Klimaschutz ernst nimmt und aktiv gestaltet möchte.
Weitere Informationen rund um das Energie- und Klimaschutzkonzept (EuKK) finden Sie hier.