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Neue Anlaufstelle für Unterstützte Kommunikation: DHBW besucht Fachberatungsstelle in Rottweil

„Auch wer nicht sprechen kann, hat viel zu sagen!“ Unter diesem Leitsatz arbeitet die Fachberatungsstelle für Unterstützte Kommunikation der BruderhausDiakonie in Rottweil. Sie besteht seit Anfang des Jahres. Prof. Dr. Boris Duru, Leiter des Studiengangs Soziale Arbeit mit Menschen mit Behinderungen an der DHBW Villingen-Schwenningen, hat die Einrichtung besucht und an einem Fachabend teilgenommen.

Die Fachstelle am Friedrichsplatz richtet sich an Menschen, die sich nicht oder nur eingeschränkt über Lautsprache verständigen können. Das Team um Manuela Honeck, Jessica Weldle und Kristina Barth bietet Beratung, Diagnostik und Training an. Angehörige und Fachkräfte gehören ebenfalls ausdrücklich zur Zielgruppe. Als offene Anlaufstelle ergänzt die Einrichtung die bestehenden Fachdienste der Region.

Der Fachabend zeigte die Bandbreite des Feldes. Sie reicht von körpereigenen Formen wie Mimik, Gestik und Gebärden über Symboltafeln und Bildkarten bis zu komplexen elektronischen Sprachausgabegeräten. „Kommunikation ist ein Menschenrecht. Die Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession hat den Auftrag, sie zu ermöglichen, und dafür muss sie die Mittel kennen“, sagt Duru, „die Auswahl des Hilfsmittels richtet sich dabei nach der Person, nicht umgekehrt.“

In der Studienrichtung Soziale Arbeit mit Menschen mit Behinderungen gehört die Unterstützte Kommunikation mit einem eigenen Seminar zum Curriculum. Aus dem Fachabend nimmt Duru neue Impulse für die eigene Lehre mit und den direkten Draht: Die Fachstelle informiert ihn künftig über ihre Termine und Angebote, von denen so auch die Studierenden profitieren können.

Jessica Weldle (von links), Manuela Honeck, Prof. Dr. Boris Duru.