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In außergewöhnlichen Situationen hilft oftmals ein gemeinsames Gespräch

Krisenberatung für Studierende an der DHBW Villingen-Schwenningen

Professor Dr. Bernd Sommer lehrt an der DHBW Villingen-Schwenningen Soziale Arbeit und ist Leiter des Studienschwerpunktes Behindertenhilfe im Studiengang Sozialwirtschaft. Er blickt darüber hinaus auf eine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in der Beratung und Krisenintervention zurück und steht in Krisensituationen Studierenden zur Seite.

„Wie gehen Sie persönlich“, wollten wir von der Redaktion wissen „mit Ihren Erfahrungen über schwierige und belastende Erlebnisse mit den derzeitigen Einschränkungen, aber auch der potenziellen Gefahrensituation – besonders für Menschen, die der Risikogruppe angehören – um?“

„Für die meisten von uns ist die derzeitige Situation alles andere als gewöhnlich. Viele Bereiche des alltäglichen Lebens passen wir an: die Arbeits-, Lern- und Lehrweisen, unseren sozialen Kontakt, unsere Sport- und Freizeitaktivitäten“, so Sommer. „Sich in einem krisenhaften Zustand zu befinden, bedeutet sich nicht allein aus dieser Situation befreien zu können. Wir Menschen brauchen in derartigen Lebensphasen Unterstützungspersonen. Diese finden wir häufig innerhalb der Familie, dem Freundes- und Bekanntenkreis, oder auch im Kollegium. Sinnvoll kann es aber auch sein, mit professionell ausgebildeten Menschen zu sprechen. An der Hochschule tauschen sich Studierende häufig mit Kommilitonen*innen aus und sprechen auch über Ängste, Sorgen oder Probleme. Auch die Lehrenden und Studiengangsleiter*innen sind Ansprechpersonen, treten schwierige Situationen auf“, erklärt Sommer, der speziell für die Krisenberatung an der DHBW Villingen-Schwenningen den Studierenden zur Verfügung steht.

Sommer ist seit mehr als 20 Jahren an der DHBW Villingen-Schwenningen tätig und bietet mit der Krisenberatung ein niederschwelliges Angebot der Unterstützung. Es findet keine Therapie statt, sondern Beratung in einem Gespräch am Telefon oder in unmittelbarer Begegnung. Themen können Fragen im Zusammenhang mit dem Studium oder der allgemeinen Lebenssituation in Villingen-Schwenningen sein, verknüpft mit der Tatsache, dass viele Studierende zum ersten Mal von ihrem Zuhause ausgezogen sind. Aber auch Zweifel, Unsicherheiten und Ängste, die die eigene Lebenssituation betreffen, ggf. auch Gedanken an einen möglichen Studienabbruch, überhöhte Ansprüche an sich selbst, Beziehungskrisen, Krankheiten und Behinderungen sowie die Wohnsituation oder die finanzielle Situation können Gesprächsthemen sein.

Sommer bestätigt aus seiner langjährigen Erfahrung: „Ein erstes Gespräch mit einem Außenstehenden kann Wege aufzeigen, wie mit der jeweiligen krisenbesetzten Situation umgegangen werden kann.“

Der Kontakt zur Krisenberatung erfolgt über E-Mail unter: Krisenberatung@dhbw-vs.de.  

Offene Sprechstunde: jeden ersten und dritten Dienstag im Monat von 14:00 bis 16:00 Uhr
(Bürkstraße 1, 78054 Villingen-Schwenningen, 3. OG).

Weitere Gesprächszeiten nach Absprache.

Beratungsszene (Bild: Cottonbro/Pexels).