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Eröffnung Wanderausstellung "Verwahrlost und Gefährdet?"

Im Beisein von 100 Studierenden, Kooperationspartnern und Gästen wurde die Wanderausstellung "Verwahrlost und Gefährdet? - Heimerziehung in Baden-Württemberg 1949-1975"mit verschiedenen Vorträgen und einem anschließenden Dialog am 25.2.19 in der Fakultät Sozialwesen eröffnet.

In Baden-Württemberg existierten zwischen 1949 und 1975 über 600 Säuglings-, Kinder- und Jugendheime. Die Ausstellung bietet einen Einblick, wie der Alltag in vielen Kinderheimen aussah. Bildmaterial, Dokumente, Bilder und Aktenauszüge geben Aufschluss darüber. Das Ziel der Ausstellung ist es, das Thema Heimerziehung in Baden-Württemberg aufzuarbeiten, aufzuklären sowie Transparenz zu schaffen. "Den Jungen und Mädchen, die Gewalt und Missbrauch in Heimen miterleben mussten, wird hiermit eine Stimme gegeben," so Dr. Christof Strauß vom Staatsarchiv Freiburg.

Petition
Aufgrund ihrer Erfahrungen haben ehemalige Heimkinder mittels einer Petition an den Deutschen Bundestag eine umfangreiche Aufarbeitung und Enttabuisierung der Heimerziehung in der Bundesrepublik gefordert. 2011 wurde das Leid der Heimkinder durch den Deutschen Bundestag anerkannt.

Die Ausstellung ist öffentlich. Der Ausstellungszeitraum im Foyer in der Schramberger Straße 26 ist bis zum 30. April 2019 (Mo.-Fr. 08:00-18:00 Uhr). Der Eintritt ist frei.

v.li.: Prof. Dr. Anja Teubert, Melanie Geiges, Prof. Dr. Barbara Schramkowski, Prodekan Prof. Dr. Andreas Polutta und Thomas Poreski, Sprecher für Sozialpolitik, Jugend der Grünen