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Studierende laufen 100 Kilometer für den guten Zweck

Die Strecke zwischen Mannheim und Stuttgart beträgt mit dem Auto rund 130 Kilometer. Grund dafür ist der Verlauf der Autobahn, die einen Bogen nach Osten macht. Der direkte Weg hingegen ist deutlich kürzer – etwa 100 Kilometer. Eine Distanz, die wohl nur die wenigsten zu Fuß zurücklegen würden. Für Gabriel Markovic und Ragul Mayavan ist genau das die Herausforderung.

Die beiden 21-Jährigen haben sich ein außergewöhnliches Ziel gesetzt: Am Samstag, 25. Juli, wollen sie rund 100 Kilometer von Mannheim nach Stuttgart laufen – und dabei Spenden für die Deutsche Krebshilfe sammeln.

Wer die zwei Läufer unterstützen möchte, der kann das unter diesem Link der Deutschen Krebshilfe.

Beide studieren International Business: Gabriel Markovic an der DHBW Villingen-Schwenningen, Ragul Mayavan an der Hochschule Furtwangen in Schwenningen. Neben ihrem Studium verbindet die beiden vor allem ihre Leidenschaft für den Ausdauersport. Sie laufen fast täglich und trainieren inzwischen zwischen zehn und 20 Stunden pro Woche. „Wir lieben körperliche Herausforderungen und wollen zeigen, dass viele Grenzen vor allem im Kopf entstehen“, sagt Markovic.

Von der Laufleidenschaft zur 100-Kilometer-Challenge

Mit dem Laufen begonnen haben die beiden erst vor rund eineinhalb Jahren. Seitdem haben sie ihre persönlichen Grenzen immer weiter verschoben. Ihre bisher längste Laufstrecke betrug 70 Kilometer. „Danach konnte ich keinen einzigen Schritt mehr laufen“, erinnert sich Markovic lachend. Doch genau solche Erfahrungen motivieren die beiden, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Damals entstand der Gedanke: Auch die 100 Kilometer müssen möglich sein.

Laufen, um zu helfen

Bei ihrer 100-Kilometer-Aktion geht es den beiden aber nicht nur um eine sportliche Bestleistung. Sie möchten mit ihrem Lauf etwas bewegen und Spenden für die Deutsche Krebshilfe sammeln.

Am 25. Juli soll der große Tag kommen. Der Start ist in den frühen Morgenstunden in Mannheim geplant. Nach ungefähr 15 Stunden Laufzeit wollen die beiden schließlich in Stuttgart ankommen. Start ist um 3 Uhr morgens, gegen 18 bis 20 Uhr ist der Zieleinlauf am Pariser Platz in Stuttgart vorgesehen.

Damit auch Menschen außerhalb der Strecke den Lauf verfolgen können, wird ein Filmteam aus Freunden die Aktion begleiten. Sie dokumentieren die Vorbereitung, den Lauf selbst und die Ankunft in Stuttgart für Social Media. So hoffen Gabriel und Ragul, noch mehr Aufmerksamkeit für ihr Projekt und damit zusätzliche Spenden zu gewinnen.

Vorbereitung auf die besondere Belastung

Die Vorbereitung auf die 100 Kilometer ist inzwischen ein fester Bestandteil ihres Alltags. Im Dualen Studium bedeutet das: nach der Arbeit werden die Laufschuhe geschnürt. Lange Läufe am Wochenende gehören ebenso dazu wie regelmäßige Trainingseinheiten unter der Woche. Auch auf mögliche Herausforderungen wie hohe Temperaturen bereiten sich die beiden vor – unter anderem mit gezieltem Hitzetraining.

Während des Laufs setzen die beiden vor allem auf schnelle Energiequellen. Nudeln und Reis aber auch Gummibärchen gehören zur geplanten Verpflegung. Hauptsache viele Kalorien. Davon werden sie beim Lauf etwa 10.000 verbrauchen, „also wollen wir etwa 5000 über das Essen aufnehmen“, sagt Markovic. Einen genauen Ernährungsplan erarbeiten sie noch.

„Wir wissen, dass es hart wird. Aber wir sind überzeugt, dass wir es schaffen werden“, sagt Gabriel Markovic. Grenzen finden und testen, das sei etwas, das jeder angehen könne.

Gabriel Markovic (links) und Ragul Mayavan wollen an ihre Grenzen gehen - und das für einen guten Zweck nutzen. Foto: DHBW VS