Events & Messen

Ringvorlesung "Gesellschaftliche Entwicklungen" 2026

 

 

Datum, Referent*innen und Ort

 


Thema

 


 

Montag, 06.07.26

 

Referentin: Prof. Dr. Barbara Schramkowski

Moderatorin: Zoé Schuhwerk

 

Campus | Friedrich-Ebert-Straße 30
Gebäude C | UG Hörsaal Gutenberg

 

Transformatives Handeln: Best Practice Beispiele für Klimaschutz in sozialen Einrichtungen

Nach einer einführenden Darstellung der Klimakrise als Krise sozialer Ungleichheit wird mit der Professionsethik begründet, warum Klimaschutz eine QuerschniJaufgabe (auch) der Sozialen Arbeit ist. Anhand von Beispielen aus Einrichtungen und Verbänden wird dargestellt, wie TransformaSon auf den Ebenen der Einrichtungsstruktur (v.a. hinsichtlich Energie, Mobilität, Ernährung) und in der Arbeit mit Nutzer*innen gelingen kann. Zentral geht es dabei um transformativesHandeln sowie die partizipative Ausgestaltung von Klimaschutzmaßnahmen. Deutlich wird, dass die Veränderungen viele
Vorteile sowohl für die menschliche als auch die planetare Gesundheit mit sich bringen und dass Klimaschutz Spaß machen kann. Auch wird aufgezeigt, warum eine Neudeutung des poliSschen Mandats der Sozialen Arbeit im Sinne ökologischer Menschenrechte wichSg ist und warum es zentral ist, Klimaschutzmaßnahmen sozial gerecht auszugestalten.

 


Dienstag, 07.07.26

 

Prof. Dr. Martina Wanner

 

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Trauer – Verlusterfahrungen und der Umgang damit

»Memento
 
Vor meinem eigenen Tod ist mir nicht bang,
Nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?
 
Allein im Nebel tast ich todentlangUnd laß mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
 
Der weiß es wohl, dem gleiches widerfuhr;
– Und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: den eignen Tod, den sJrbt man nur,
Doch mit dem Tod der anderen muss man leben«
 
(Kaléko, Mascha (2022): Verse für Zeitgenossen. 4. Aufl., München: dtv-Verlag, S. 22)

 

Die Lyrikerin Mascha Kaléko bringt gut auf den Punkt, wie schwerwiegend Verlusterfahrungen sein können. Trauer als grundlegende Reaktion auf einen Verlust kann große Auswirkungen auf die Lebenswelt und den Alltag von Menschen haben und stellt hohe Anforderungen zur Bewältigung der Situation. Trauer kann Menschen unter Umständen sehr lange begleiten. In der Vorlesung soll ein näherer Blick auf Trauer geworfen werden. Dabei wird auch die Frage aufgegriffen, wie damit umgegangen werden kann.

 


Montag, 13.07.26

 

Referentin: Prof. Dr. Florian Spissinger

Moderator: Marius Drosdek

 

Campus | Friedrich-Ebert-Straße 30
Gebäude C | UG Hörsaal Gutenberg

 


Von „Islamisierung“ bis „Ökodiktatur“ – Narrative und Gefühlsangebote der ‚neuen‘ Rechten

Die ‚neue‘ bzw. extreme Rechte agiert als Geschichtenerzählerin und Gefühlsarbeiterin (Spissinger 2024; Schilk 2024; Strick 2021) – so erklärt sie etwa Zuwanderung in Erzählungen von „Islamisierung“, „Überfremdung“ und „Bevölkerungsaustausch“ zur nationalen Bedrohung oder präsentiert Ma.nahmen zur CO2-Reduktion als „deutschlandfeindlichen“ „Klimawahn“. Solche Gefühls- und Deutungsangebote sind keine gesellschaftlichen Randphänomene. Sie zirkulieren in Parlamenten und in sozialen Medien, sie prägen politische Debatten und alltägliche Gefühlswelten. Der Vortrag beleuchtet antimigrantische und antiklimapolitische Narrative von Rechtsau.en und diskutiert deren gesellschaftliche Wirkung.

 


Dienstag, 14.07.26

 

Referentin: Prof. Dr. Nina Jann

Moderator: Marius Drosdek

 

Campus | Friedrich-Ebert-Straße 30
Gebäude C | UG Hörsaal Gutenberg

 


Einrichtungsinterne Beschwerdeverfahren als institutioneller Verdeckungszusammenhang

Das Bekanntwerden von Fällen sexualisierter Gewalt im Jahr 2010 hat gezeigt, dass das systemimmanente Risiko eines gewalgörmigen Machtmissbrauchs in der stationären Kinder- und Jugendhilfe nicht als dunkles Kapitel in der ansonsten erfolgreichen Fortschrigsgeschichte der Heimerziehung zu begreifen ist. Vielmehr erweisen sich schädigende Anteile von stationären Unterbringungsformen als historische Kontinuität. Die Bemühungen darum, Kindern und Jugendlichen
ein sicheres Aufwachsen in instituzioneller Verantwortung zu ermöglichen, sind zwar in den letzten 15 Jahren intensiviert worden. Gleichzeitig zeigen empirische Studien zu einrichtungsinternen Beschwerdeverfahren, dass Instrumente zum Schutz von Kindern und Jugendlichen ihr Ziel häufig verfehlen. Vor dem Hintergrund dieser Feststellung diskutiert der Vortrag Beschwerdeverfahren als Mechanismen, die dazu beitragen, bestehende Machtstrukturen innerhalb der Institutionen aufrechtzuerhalten. Es wird verdeutlicht, wie unzureichende ImplemenSerungen und fehlende Sensibilisierung für Machtverh.ltnisse dazu führen k.nnen, dass Beschwerdeverfahren ihre intendierte Wirkung verfehlen und stattdessen als Deckmantel für institutionelle Versäumnisse und damit als Verdeckungszusammenhang dienen.

 


Montag, 20.07.26


Referent: Timo Weis 

Moderatorin: Lena Kaiser 


 

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Global Health

Die Gesundheit ist eine globale Angelegenheit – denn Krankheiten kennen keine Ländergrenzen. Dies wurde uns allen
durch die Covid-19 Pandemie verdeutlicht. Daher beinhaltet diese Vorlesung u.a. eine Einführung zu internationalen
Gesundheitssystemen und den handelnden Akteuren. Darüber hinaus werden die Grundlagen sowie die Entscheidungsprozesse
in der globalen Gesundheit mit einem Praxisbeispiel aus der Ernährungspolitik verdeutlicht.

 


Montag, 27.07.26


Referentin: Nada Heller

Moderatorin: Lena Kaiser 


 

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Generative Modelle und ihre Auswirkung auf die Gesellschaft

Wo früher Zeit für die Entwicklung neuer Ideen, Methoden und Theorien war, fordert die Arbeitswelt heute die schnelle Taktung. Der Mensch wird vom Denker zum „Prompter“ und „Editor“ – er steuert nur noch die Maschine, anstatt selbst schöpferisch tätig zu sein. Das Ringen um Wahrheit durch den eigenen, manchmal schmerzvollen Denk- und Schreibprozess war die herrschende Kulturtechnik. Dieser Weg – das handschriftliche Notieren, das stundenlange Wälzen von Büchern, das zähe Ringen um die richtige Formulierung und das stundenlange Debattieren – war der Motor für das menschliche Selbstbewusstsein.
Es war die Gewissheit: „Ich habe mir dieses Wissen durch eigene Lebenszeit erarbeitet.“  Was sind das für Technologien, die unsere kreativen Prozesse so sehr verändern? Und vor allem, was wird sich in der
Gesellschaft, in der Arbeitswelt und im Bildungswesen ändern? Inspiriert durch die Bücher von Daniel Dennett, Jaron Lanier und Kollegen soll ein Blick in de Zukunft gewagt werden.

 


Dienstag, 28.07.26


Referentin: Prof. Dr. Sandra Mirbek
Moderator: Prof. Dr. Frank Birk

 

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Aktuelle Diskurse zu Körper und (psychischer) Gesundheit: Gesellschaftliche Entwicklungen und Relevanz für die Soziale Arbeit

Gesundheit, insbesondere psychische Gesundheit, spielt eine zentrale Rolle in aktuellen gesellschaftlichen Debatten und gewinnt zunehmend an Bedeutung für das professionelle Handeln in der Sozialen Arbeit. Zugleich beeinflussen Schönheitsideale, Bodyshaming und der Druck zur Körperoptimierung das Selbstbild vieler Menschen und wirken sich direkt auf ihr Wohlbefinden und ihren Selbstwert aus. Die Veranstaltung setzt sich mit den aktuellen Diskursen rund um (psychische) Gesundheit, Körpernormen und gesellschaftliche Leistungsanforderungen auseinander. Dazu gehört auch das Phänomen Bodyshaming, seine Folgen für das psychische Erleben der Betroffenen sowie den Möglichkeiten und Herausforderungen für die Soziale Arbeit, darauf zu reagieren.

 


Montag, 03.08.26


Referent: Tobias Kaphegyi
Moderatorin: Lena Kaiser 


 

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Warum wählen Arbeiter*innen extrem echte Parteien?

Durch die Präsidentscha5 Donald Trumps in den USA, durch den Brexit Großbritanniens oder durch den Einzug der „Alternative für Deutschland“ (AfD) in die deutschen Parlamente wurde der Verdacht laut, dass es vor allem Arbeiter*innen seien, die ‚heutzutage‘ rechtsradikal-populistische Parteien wählen würden. Arbeiter*innen hingen früher aufgrund ihrer wirtschafts- und sozialpolitischen Einstellungen hauptsächlich sozialdemokratische Parteien gewählt, weil sich diese traditionell für einen ausgebauten Sozialstaat und die Umverteilung zu den ‚kleinen Leuten‘ eingesetzt h.gen. Was hat sich verändert? Was könnte zur Popularisierung der AfD beigetragen haben?

 


Dienstag, 04.08.26


Referentin: Prof. Dr. Sandra Mirbek
Moderator: Prof. Dr. Frank Birk

 

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Bodyshaming und Körperoptimierung: Herausforderungen für die Soziale Arbeit

Bodyshaming stellt eine weit verbreitete Form der Diskriminierung dar, bei der Menschen aufgrund ihres Aussehens kritisiert, verspottet oder abgewertet werden. Zahlreiche Studien zeigen, dass solche Erfahrungen das psychische Wohlbefinden stark beeinträchtigen können, zu geringem Selbstwert, Depressionen oder Essstörungen führen und besonders vulnerable Gruppen wie Jugendliche und Frauen treffen. Zugleich nimmt der gesellschaftliche Druck zur Körperoptimierung kontinuierlich zu, verstärkt durch soziale Medien und Schönheitsideale. Für die Soziale Arbeit ergeben sich daraus besondere Herausforderungen: Fachkräfte müssen Betroffene unterstützen, die Folgen von Bodyshaming erkennen und angemessene Handlungsstrategien entwickeln, die Selbstwert stärken und Diskriminierung entgegenwirken.

 


Montag, 10.08.26


Referentin: Viktoria Stenzel
Moderatorin: Zoé Schuhwerk 


 

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Das post-binäre Geschlechterverständnis am Beispiel von Transgender und dem Dritten Geschlecht

Unsere Gesellschaft ist geprägt durch Megatrends wie Individualisierung und Gender- Shift. Doch welche Auswirkungen haben Geschlechterrollen und Geschlechteridentitäten abseits der gängigen binären Geschlechterordnung von weiblich und männlich auf die Gesellschaft? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Vorlesung „Das post-bin.re Geschlechterverständnis am Beispiel von Transgender und dem Dritten Geschlecht“. Ziel des Seminars ist es, die soziale Relevanz von Geschlecht in unserer heutigen Gesellschaft aufzuzeigen.

 


Dienstag, 11.08.26


Referent: Jonas Gleiser
Moderator: Marius Drosdek

 

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Enhancement mit Schwerpunkt Neuroenhancement

Höher, schneller, weiter - die Imperative der Moderne sind vielfältig. Um in dieser Gesellschaft bestehen und um die eigene kognitive Leistungsfähigkeit konstant steigern zu können, greifen Menschen auf verschreibungspflichtige Medikamente zurück. Diese sollen in der Vorlesung unter den Stichpunkten Enhancement und Neuroenhancement dargelegt und diskutiert werden. Auch stellt sich die Frage, welche Herausforderungen sich daraus für die Soziale Arbeit ergeben. Inwiefern „optimiert“ Soziale Arbeit Klientinnen und Klienten hin zu einer gesellschaftlichen Funktionalität? Und wie kann Soziale Arbeit mit der Selbstoptimierung von Klientinnen und Klienten adäquat umgehen?

 


Montag, 17.08.26


Referent: Winfried Fritz
Moderatorin: Zoé Schuhwerk 


 

Campus | Friedrich-Ebert-Straße 30
Gebäude C | UG Hörsaal Gutenberg

 


Assistierter Suizid

In einem viel beachteten Urteil hat das Bundesverfassungsgericht im Frühjahr 2020 das Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe für grundgesetzwidrig erklärt. Es stellte somit klar, dass es ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben gibt. Dies schließt die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen und dabei die Hilfe anderer in Anspruch zu nehmen. Nunmehr steht der Gesetzgeber vor der Aufgabe, dieses Urteil umzusetzen. In der Vorlesung soll dieses Grundsatzurteil beleuchtet und in seiner Bedeutung für die Gesellschaft beleuchtet werden. Ebenso werden verschiedene Formen von Sterbehilfe vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk wird auf das Thema Suizidalität gelegt.

 


Dienstag, 18.08.26


Referent: Prof. Dr. Frank Birk
Moderatorin: Prof. Dr. Sandra Mirbek

 

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Der wahre Fehler ist es, sich nicht zu trauen, Fehler zu machen: Eine offene Fehlerkultur als Chance für die Sozialen Arbeit

Fehler gehören zur Sozialen Arbeit – sie sind Lernmomente, keine Makel. Eine offene Fehlerkultur ermöglicht Reflexion, Weiterentwicklung und innovative L.sungen für komplexe Herausforderungen. Statt Angst vor Fehlern zu haben, sollten Sozialarbeiter:innen diese als Chance begreifen, aus Erfahrungen zu lernen und die Qualität ihrer Arbeit zu verbessern. Wer sich nicht traut, Fehler zu machen, bleibt in starren Denkmustern gefangen und verhindert echte Veränderung.

 


Montag, 24.08.26


Referent. Marcel Will
Moderatorin: Lena Kaiser

 

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KI und soziale Gerechtigkeit

Die Begründungsmacht des Algorithmus: Gesellschaftliche Ungleichheit wird häufig als Nebenprodukt wirtschaftlicher Dynamik verstanden – als unvermeidbar oder sogar notwendig. Der Vortrag stellt diese Sichtweise infrage und argumentiert, dass Ungleichheit nicht nur strukturell erzeugt, sondern aktiv legitimiert wird. Im Zentrum steht der Begriff der „Begründungsmacht“: die Fähigkeit einflussreicher Akteure, ihre Positionen als gesellschaftlich sinnvoll, leistungsbasiert und/oder alternativlos darzustellen. Dadurch entsteht eine problematische Dynamik, in der Macht ihre eigene Legitimiät produziert und stabilisiert. Diese Prozesse bleiben nicht auf ökonomische Strukturen beschränkt, sondern werden durch digitale Plattformen und KI-Systeme verstärkt. Algorithmen beeinflussen, welche Inhalte sichtbar werden, welche Narrative dominieren und welche Perspektiven marginalisiert bleiben. So verbindet sich ökonomische mit epistemischer Macht – und prägt, was als „realistisch“, „gerecht“ oder „notwendig“ gilt. Macht erscheint so heute oft nicht mehr als Entscheidung eines Akteurs, sondern als „Ergebnis eines Systems“.

Der Vortrag zeigt, dass Fragen sozialer Gerechtigkeit im digitalen Zeitalter nicht ohne eine Analyse dieser Zusammenhänge gedacht werden können. Er lädt dazu ein, KI nicht nur als technologisches Werkzeug, sondern als Teil gesellschaftlicher Macht- und Legitimationsstrukturen zu verstehen.

 


Dienstag, 25.08.26


Referent: Prof. Dr. Frank Birk
Moderatorin: Prof. Dr. Sandra Mirbek

 

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Ein inklusives Gesundheitssystem für alle

Der Aktionsplan für ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen (2024) des Bundesministeriums für Gesundheit betont, dass eine inklusive Gesundheitsversorgung eine zentrale Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderungen ist (BMG 2024, 10). In Anlehnung an die UN-Behindertenrechtskonvention (Art. 25) wird das Recht auf ein erreichbares Höchstmaß an Gesundheit ohne Diskriminierung als Menschenrecht hervorgehoben. Inklusive Gesundheitsversorgung umfasst den diskriminierungsfreien Zugang zu gesundheitlichen und psychosozialen Leistungen durch barrierefreie Einrichtungen und Unterstützungsangebote im Sozial- und Gesundheitswesen sowie den Abbau von Diskriminierung wie Ableismus. Zentral ist zudem eine barrierefreie und adressat:innengerechte Kommunikation etwa durch Gebärdensprache, Leichte Sprache, Brailleschrift oder niedrigschwellige digitale Formate sowie die konsequente Orientierung an individuellen Lebenslagen und Unterstützungsbedarfen in allen Versorgungsbereichen. Aus Perspektive der Sozialen Arbeit wird Inklusion im Gesundheitswesen als Frage sozialer Gerechtigkeit und Teilhabe verstanden, die über organisatorische Aspekte hinausgeht und auf den Abbau struktureller, institutioneller und kultureller Barrieren sowie die Stärkung einer inklusiven Haltung und niedrigschwelliger Zugänge im Gesundheits- und Unterstützungssystem zielt.