Vorlesungsreihe zu „Gesellschaftlichen Entwicklungen“ (Kopie)
Die Fakultät Sozialwesen der DHBW Villingen-Schwenningen bietet eine Ringvorlesung an. Alle Interessierte sind herzlich eingeladen!
Die Organisatorin, Frau Prof. Dr. Martina Wanner, betont: „Alle, die teilnehmen möchten, sind in den Vorlesungen sehr willkommen. Wir freuen uns immer über Gäste!“
Die Ringvorlesung findet von Montag, 6. Juli bis Dienstag, 25. August, meist montags- und dienstagsabends, statt.
An 15 Terminen, jeweils von 17.15 Uhr bis 19.30 Uhr, behandeln verschiedene haupt- und nebenamtliche Dozierende der Hochschule spannende Themen, die aktuell von Bedeutung und Relevanz sind.
Die Präsenzveranstaltungen finden auf unserem Campus in der Friedrich-Ebert-Straße 30, Gebäude C, UG, Hörsaal Gutenberg statt.
Für die Online-Termine kann kostenfrei und unkompliziert folgender Zoom-Link genutzt werden. Die Eingabe eines Kenncodes oder Ähnlichem ist nicht erforderlich:
https://eu02web.zoom-x.de/j/62013231961
Datum, Referent*innen und Ort |
Thema |
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Montag, 06.07.26
Referentin: Prof. Dr. Barbara Schramkowski Moderatorin: Zoé Schuhwerk
Campus | Friedrich-Ebert-Straße 30 |
Transformatives Handeln: Best Practice Beispiele für Klimaschutz in sozialen Einrichtungen Nach einer einführenden Darstellung der Klimakrise als Krise sozialer Ungleichheit wird mit der Professionsethik begründet, warum Klimaschutz eine QuerschniJaufgabe (auch) der Sozialen Arbeit ist. Anhand von Beispielen aus Einrichtungen und Verbänden wird dargestellt, wie TransformaSon auf den Ebenen der Einrichtungsstruktur (v.a. hinsichtlich Energie, Mobilität, Ernährung) und in der Arbeit mit Nutzer*innen gelingen kann. Zentral geht es dabei um transformativesHandeln sowie die partizipative Ausgestaltung von Klimaschutzmaßnahmen. Deutlich wird, dass die Veränderungen viele |
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Dienstag, 07.07.26
Prof. Dr. Martina Wanner
Online
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Trauer – Verlusterfahrungen und der Umgang damit »MementoVor meinem eigenen Tod ist mir nicht bang,
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Montag, 13.07.26
Referentin: Prof. Dr. Florian Spissinger Moderator: Marius Drosdek
Campus | Friedrich-Ebert-Straße 30 |
Von „Islamisierung“ bis „Ökodiktatur“ – Narrative und Gefühlsangebote der ‚neuen‘ Rechten Die ‚neue‘ bzw. extreme Rechte agiert als Geschichtenerzählerin und Gefühlsarbeiterin (Spissinger 2024; Schilk 2024; Strick 2021) – so erklärt sie etwa Zuwanderung in Erzählungen von „Islamisierung“, „Überfremdung“ und „Bevölkerungsaustausch“ zur nationalen Bedrohung oder präsentiert Ma.nahmen zur CO2-Reduktion als „deutschlandfeindlichen“ „Klimawahn“. Solche Gefühls- und Deutungsangebote sind keine gesellschaftlichen Randphänomene. Sie zirkulieren in Parlamenten und in sozialen Medien, sie prägen politische Debatten und alltägliche Gefühlswelten. Der Vortrag beleuchtet antimigrantische und antiklimapolitische Narrative von Rechtsau.en und diskutiert deren gesellschaftliche Wirkung. |
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Dienstag, 14.07.26
Referentin: Prof. Dr. Nina Jann Moderator: Marius Drosdek
Campus | Friedrich-Ebert-Straße 30 |
Einrichtungsinterne Beschwerdeverfahren als institutioneller Verdeckungszusammenhang Das Bekanntwerden von Fällen sexualisierter Gewalt im Jahr 2010 hat gezeigt, dass das systemimmanente Risiko eines gewalgörmigen Machtmissbrauchs in der stationären Kinder- und Jugendhilfe nicht als dunkles Kapitel in der ansonsten erfolgreichen Fortschrigsgeschichte der Heimerziehung zu begreifen ist. Vielmehr erweisen sich schädigende Anteile von stationären Unterbringungsformen als historische Kontinuität. Die Bemühungen darum, Kindern und Jugendlichen |
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Montag, 20.07.26
Online |
Global Health Die Gesundheit ist eine globale Angelegenheit – denn Krankheiten kennen keine Ländergrenzen. Dies wurde uns allen |
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Montag, 27.07.26
Online |
Generative Modelle und ihre Auswirkung auf die Gesellschaft Wo früher Zeit für die Entwicklung neuer Ideen, Methoden und Theorien war, fordert die Arbeitswelt heute die schnelle Taktung. Der Mensch wird vom Denker zum „Prompter“ und „Editor“ – er steuert nur noch die Maschine, anstatt selbst schöpferisch tätig zu sein. Das Ringen um Wahrheit durch den eigenen, manchmal schmerzvollen Denk- und Schreibprozess war die herrschende Kulturtechnik. Dieser Weg – das handschriftliche Notieren, das stundenlange Wälzen von Büchern, das zähe Ringen um die richtige Formulierung und das stundenlange Debattieren – war der Motor für das menschliche Selbstbewusstsein. |
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Dienstag, 28.07.26
Online |
Aktuelle Diskurse zu Körper und (psychischer) Gesundheit: Gesellschaftliche Entwicklungen und Relevanz für die Soziale Arbeit Gesundheit, insbesondere psychische Gesundheit, spielt eine zentrale Rolle in aktuellen gesellschaftlichen Debatten und gewinnt zunehmend an Bedeutung für das professionelle Handeln in der Sozialen Arbeit. Zugleich beeinflussen Schönheitsideale, Bodyshaming und der Druck zur Körperoptimierung das Selbstbild vieler Menschen und wirken sich direkt auf ihr Wohlbefinden und ihren Selbstwert aus. Die Veranstaltung setzt sich mit den aktuellen Diskursen rund um (psychische) Gesundheit, Körpernormen und gesellschaftliche Leistungsanforderungen auseinander. Dazu gehört auch das Phänomen Bodyshaming, seine Folgen für das psychische Erleben der Betroffenen sowie den Möglichkeiten und Herausforderungen für die Soziale Arbeit, darauf zu reagieren. |
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Montag, 03.08.26
Online |
Warum wählen Arbeiter*innen extrem echte Parteien? Durch die Präsidentscha5 Donald Trumps in den USA, durch den Brexit Großbritanniens oder durch den Einzug der „Alternative für Deutschland“ (AfD) in die deutschen Parlamente wurde der Verdacht laut, dass es vor allem Arbeiter*innen seien, die ‚heutzutage‘ rechtsradikal-populistische Parteien wählen würden. Arbeiter*innen hingen früher aufgrund ihrer wirtschafts- und sozialpolitischen Einstellungen hauptsächlich sozialdemokratische Parteien gewählt, weil sich diese traditionell für einen ausgebauten Sozialstaat und die Umverteilung zu den ‚kleinen Leuten‘ eingesetzt h.gen. Was hat sich verändert? Was könnte zur Popularisierung der AfD beigetragen haben? |
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Dienstag, 04.08.26
Online |
Bodyshaming und Körperoptimierung: Herausforderungen für die Soziale Arbeit Bodyshaming stellt eine weit verbreitete Form der Diskriminierung dar, bei der Menschen aufgrund ihres Aussehens kritisiert, verspottet oder abgewertet werden. Zahlreiche Studien zeigen, dass solche Erfahrungen das psychische Wohlbefinden stark beeinträchtigen können, zu geringem Selbstwert, Depressionen oder Essstörungen führen und besonders vulnerable Gruppen wie Jugendliche und Frauen treffen. Zugleich nimmt der gesellschaftliche Druck zur Körperoptimierung kontinuierlich zu, verstärkt durch soziale Medien und Schönheitsideale. Für die Soziale Arbeit ergeben sich daraus besondere Herausforderungen: Fachkräfte müssen Betroffene unterstützen, die Folgen von Bodyshaming erkennen und angemessene Handlungsstrategien entwickeln, die Selbstwert stärken und Diskriminierung entgegenwirken. |
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Montag, 10.08.26
Online |
Das post-binäre Geschlechterverständnis am Beispiel von Transgender und dem Dritten Geschlecht Unsere Gesellschaft ist geprägt durch Megatrends wie Individualisierung und Gender- Shift. Doch welche Auswirkungen haben Geschlechterrollen und Geschlechteridentitäten abseits der gängigen binären Geschlechterordnung von weiblich und männlich auf die Gesellschaft? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Vorlesung „Das post-bin.re Geschlechterverständnis am Beispiel von Transgender und dem Dritten Geschlecht“. Ziel des Seminars ist es, die soziale Relevanz von Geschlecht in unserer heutigen Gesellschaft aufzuzeigen. |
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Dienstag, 11.08.26
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Enhancement mit Schwerpunkt Neuroenhancement Höher, schneller, weiter - die Imperative der Moderne sind vielfältig. Um in dieser Gesellschaft bestehen und um die eigene kognitive Leistungsfähigkeit konstant steigern zu können, greifen Menschen auf verschreibungspflichtige Medikamente zurück. Diese sollen in der Vorlesung unter den Stichpunkten Enhancement und Neuroenhancement dargelegt und diskutiert werden. Auch stellt sich die Frage, welche Herausforderungen sich daraus für die Soziale Arbeit ergeben. Inwiefern „optimiert“ Soziale Arbeit Klientinnen und Klienten hin zu einer gesellschaftlichen Funktionalität? Und wie kann Soziale Arbeit mit der Selbstoptimierung von Klientinnen und Klienten adäquat umgehen? |
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Montag, 17.08.26
Campus | Friedrich-Ebert-Straße 30 |
Assistierter Suizid In einem viel beachteten Urteil hat das Bundesverfassungsgericht im Frühjahr 2020 das Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe für grundgesetzwidrig erklärt. Es stellte somit klar, dass es ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben gibt. Dies schließt die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen und dabei die Hilfe anderer in Anspruch zu nehmen. Nunmehr steht der Gesetzgeber vor der Aufgabe, dieses Urteil umzusetzen. In der Vorlesung soll dieses Grundsatzurteil beleuchtet und in seiner Bedeutung für die Gesellschaft beleuchtet werden. Ebenso werden verschiedene Formen von Sterbehilfe vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk wird auf das Thema Suizidalität gelegt. |
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Dienstag, 18.08.26
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Der wahre Fehler ist es, sich nicht zu trauen, Fehler zu machen: Eine offene Fehlerkultur als Chance für die Sozialen Arbeit Fehler gehören zur Sozialen Arbeit – sie sind Lernmomente, keine Makel. Eine offene Fehlerkultur ermöglicht Reflexion, Weiterentwicklung und innovative L.sungen für komplexe Herausforderungen. Statt Angst vor Fehlern zu haben, sollten Sozialarbeiter:innen diese als Chance begreifen, aus Erfahrungen zu lernen und die Qualität ihrer Arbeit zu verbessern. Wer sich nicht traut, Fehler zu machen, bleibt in starren Denkmustern gefangen und verhindert echte Veränderung. |
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Montag, 24.08.26
Online |
KI und soziale Gerechtigkeit Die Begründungsmacht des Algorithmus: Gesellschaftliche Ungleichheit wird häufig als Nebenprodukt wirtschaftlicher Dynamik verstanden – als unvermeidbar oder sogar notwendig. Der Vortrag stellt diese Sichtweise infrage und argumentiert, dass Ungleichheit nicht nur strukturell erzeugt, sondern aktiv legitimiert wird. Im Zentrum steht der Begriff der „Begründungsmacht“: die Fähigkeit einflussreicher Akteure, ihre Positionen als gesellschaftlich sinnvoll, leistungsbasiert und/oder alternativlos darzustellen. Dadurch entsteht eine problematische Dynamik, in der Macht ihre eigene Legitimiät produziert und stabilisiert. Diese Prozesse bleiben nicht auf ökonomische Strukturen beschränkt, sondern werden durch digitale Plattformen und KI-Systeme verstärkt. Algorithmen beeinflussen, welche Inhalte sichtbar werden, welche Narrative dominieren und welche Perspektiven marginalisiert bleiben. So verbindet sich ökonomische mit epistemischer Macht – und prägt, was als „realistisch“, „gerecht“ oder „notwendig“ gilt. Macht erscheint so heute oft nicht mehr als Entscheidung eines Akteurs, sondern als „Ergebnis eines Systems“. Der Vortrag zeigt, dass Fragen sozialer Gerechtigkeit im digitalen Zeitalter nicht ohne eine Analyse dieser Zusammenhänge gedacht werden können. Er lädt dazu ein, KI nicht nur als technologisches Werkzeug, sondern als Teil gesellschaftlicher Macht- und Legitimationsstrukturen zu verstehen. |
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Dienstag, 25.08.26
Online |
Ein inklusives Gesundheitssystem für alle Der Aktionsplan für ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen (2024) des Bundesministeriums für Gesundheit betont, dass eine inklusive Gesundheitsversorgung eine zentrale Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderungen ist (BMG 2024, 10). In Anlehnung an die UN-Behindertenrechtskonvention (Art. 25) wird das Recht auf ein erreichbares Höchstmaß an Gesundheit ohne Diskriminierung als Menschenrecht hervorgehoben. Inklusive Gesundheitsversorgung umfasst den diskriminierungsfreien Zugang zu gesundheitlichen und psychosozialen Leistungen durch barrierefreie Einrichtungen und Unterstützungsangebote im Sozial- und Gesundheitswesen sowie den Abbau von Diskriminierung wie Ableismus. Zentral ist zudem eine barrierefreie und adressat:innengerechte Kommunikation etwa durch Gebärdensprache, Leichte Sprache, Brailleschrift oder niedrigschwellige digitale Formate sowie die konsequente Orientierung an individuellen Lebenslagen und Unterstützungsbedarfen in allen Versorgungsbereichen. Aus Perspektive der Sozialen Arbeit wird Inklusion im Gesundheitswesen als Frage sozialer Gerechtigkeit und Teilhabe verstanden, die über organisatorische Aspekte hinausgeht und auf den Abbau struktureller, institutioneller und kultureller Barrieren sowie die Stärkung einer inklusiven Haltung und niedrigschwelliger Zugänge im Gesundheits- und Unterstützungssystem zielt. |