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Mehr-Faktor-Authentifizierung

Die Mehr-Faktor-Authentifizierung ist ein gängiges Zugriffsverfahren, das Anwendung findet, wenn auf sensible Netzwerke oder Bereiche zugegriffen wird. Dabei sind unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Faktoren möglich.
Gängig sind drei Faktoren, die sich aus »Wissen«, »Besitz« oder einem »persönlichen Merkmal« zusammensetzen. Im Folgenden erhalten Sie einige Beispiele zu den Faktoren und deren Charakteristika.

Für die DHBW Villingen-Schwenningen fällt die Wahl auf die Faktoren »Wissen« und »Besitz«. Genauer auf ein Passwort (»Wissen«), das in regelmäßigen Abständen geändert wird und nun durch den zweiten Faktor »Besitz« mit einem One-Time-PIN Token (via App oder alternativ Hardware-Token) ergänzt wird. Hier ist die Usability besonders hoch.

 

Wissen

Charakteristika:

  • kann vergessen werden
  • kann dupliziert, verteilt, weitergegeben und verraten werden
  • kann eventuell erraten werden
  • die Preisgabe von Wissen kann kompromittiert werden
  • die Mitführung von Wissen erfordert keine praktischen Hilfsmittel

 

Beispiele für Authentifikation anhand von Wissen:

  • Passwort
  • PIN
  • Antwort auf eine bestimmte Frage (Sicherheitsfrage)

Besitz

Charakteristika:

  • Erstellung des Merkmals unterliegt vergleichsweise hohen Kosten & verbraucht Ressourcen
    Verwaltung des Besitzes ist unsicher und mit Aufwand verbunden (muss mitgeführt werden)
  • kann verlorengehen
  • kann gestohlen werden
  • kann übergeben, weitergereicht oder (in manchen Fällen) dupliziert werden

 

Beispiele für Authentifikation anhand von Besitz:

  • Chipkarte, Smartcard oder Signaturkarte
  • Magnetstreifenkarte
  • physischer Schlüssel
  • Schlüssel-Codes auf einer Festplatte / USB Stick
  • One-Time-PIN Token (App, Webseite, andere Geräte)

Persönliches Merkmal

Charakteristika:

  • wird durch Personen immer mitgeführt
  • kann nicht an andere Personen weitergegeben werden
  • benötigt zur Erkennung eine spezielle Vorrichtung (Technik)
  • ist im Laufe der Zeit oder durch Unfälle veränderlich
  • bei ungünstiger Wahl des Merkmals sind bestimmte Personengruppen, denen das Merkmal fehlt, ausgeschlossen
  • kann nicht ersetzt werden
  • kann Probleme beim Datenschutz aufwerfen

 

Beispiele für Authentifikation anhand von Biometrie bzw. persönlichen Merkmalen:

  • Fingerabdruck
  • Gesichtserkennung
  • Stimmerkennung
  • Iriserkennung

Wie läuft ein Cyberangriff ab?

Neben Unternehmen und Organisationen sind staatliche Einrichtungen und die öffentliche Verwaltung ein beliebtes Angriffsziel von Hacker*innen. Durch raffinierte Methoden gelangen Cyber-Kriminelle auf interne Systeme. Dort haben sie Zugriff auf große Datenmengen und legen ganze Unternehmen, Dienststellen oder Einrichtungen lahm. Die DHBW Villingen-Schwenningen pflegt tausende Kontakte zu regionalen und überregionalen Dualen Partnern, Lehrbeauftragten und Studierenden, die durch diese Angriffe mitgefährdet sind.

Die Täter*innen gehen oft nach demselben Muster vor: Sie versenden Schadmails, sogenannte »Pishing-Mails«, und orientieren sich an den Interessen oder Aufgaben des Opfers. Getarnt als vertrauensvolle Nachricht beinhalten sie Schadprogramme im Anhang oder Links im Text, die durch Öffnen oder Anklicken aktiviert werden oder persönliche Daten, etwa Passwörter, abfragen.

Die große Gefahr dabei: Cyberangriffe werden von Betroffenen oftmals zu spät entdeckt. Ist der Zugang zum System erst mal geschaffen, arbeiten sich Cyber-Kriminelle systematisch durch Mitarbeitendenaccounts und zielen dabei auf Konten mit breiten Administrations- und Zugriffsrechten ab. Nach dem Datendiebstahl verschlüsseln Täter*innen den Zugriff auf den Server und verhindern so, dass Mitarbeitenden des IT Service-Center selbst auf das System gelangen und Gegenmaßnahmen ergreifen können.
Am Ende bleibt nur noch das Abschalten des gesamten Servers. Eine Neueinrichtung kann sich über Monate bis hin zu Jahren erstrecken. Vergangene Angriffe auf Hochschulen in Heilbronn, Tübingen, Duisburg-Essen oder Hamburg zeigen, welche gravierenden Auswirkungen geglückte Cyber-Angriffe auf den laufenden Hochschulbetrieb haben und wie dringend notwendig ein stärkeres Sicherheitskonzept ist. In den genannten Beispielen wurden mitunter auch persönliche Passwörter und Zugangsberechtigungen von Mitarbeitenden der Hochschulen von den Hacker*innen erbeutet, auf die dann die Angriffe fortgesetzt wurden.

Helfen Sie mit und machen Sie die DHBW Villingen-Schwenningen sicherer!