Sozialwirtschaft
Interesse und Freude an der Sozialen Arbeit sowie an verwaltungstechnischen und betriebswirtschaftlichen Aufgabenstellungen sind Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium der Sozialwirtschaft. Angehende Sozialwirte sollten den sozialen Aspekt ihres späteren Wirkens im Blick haben, da dieses Arbeitsfeld eine sinnhafte berufliche Tätigkeit verspricht. Soziales Engagement, Leistungsbereitschaft und Eigeninitiative werden erwartet.
Studieninhalte in aller Kürze
Das Studium der Sozialwirtschaft ist von den beiden Fakultäten Wirtschaft und Sozialwesen geprägt. Durch die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen wird Persönlichkeitsentwicklung und selbständiges Arbeiten gefördert. Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz ermöglichen vielfältige Einsatzmöglichkeiten in sozialen Dienstleistungsunternehmen.
Theorie- und Praxisphasen bieten den Studierenden eine reizvolle Abwechslung zwischen wissenschaftlichen Anforderungen und praktischer Tätigkeit.
Die Verbindung betriebswirtschaftichen Wissens mit sozialer Fach- und Methodenkompetenz steht im Zentrum des Studiums. Die Studienfächer Betriebswirtschaftslehre / Volkswirtschaftslehre und Sozialarbeit / Sozialpädagogik machen den Hauptanteil der Lehrveranstaltungen aus.
Folgende Vertiefungen werden angeboten
- Altenhilfe
- Behindertenhilfe
- Jugendhilfe
- Klinikmanagement
- Öffentliche Sozialverwaltung
Die Bereiche Arbeitsförderung, Suchthilfe, Psychiatrie und andere fließen im Studium mit ein.
Abschluss
Das dreijährige Studium endet mit 210 ECTS-Punkten und dem akademischen Grad
- Bachelor of Arts
Aufgaben nach dem Studium
Das Studium befähigt in sozialwirtschaftlichen Unternehmen vor allem an den Schnittstellen zwischen Sozialer Arbeit / Sozialpädagogik und Betriebswirtschaftslehre zu arbeiten. Nach einiger Berufserfahrung können Führungsfunktionen ausgeübt werden.
Die Absolventen des Studiengangs sind in folgenden Arbeitsfeldern erfolgreich tätig:
Behinderteneinrichtungen, Altenpflegeheime, Sozialverwaltungen, Arbeitslosenprojekte/ Beschäftigungsinitiativen, psychiatrische Einrichtungen und Dienste, Einrichtungen der Jugendhilfe, Sozialstationen, Krankenhäuser, Kur- und Reha-Einrichtungen, Soziale Wohnungsbauunternehmen. Das Aufgabenspektrum erstreckt sich auf pädagogische, wirtschaftliche und verwaltungstechnische Sachgebiete sowie Personalwesen, Organisation und Controlling.
Sechs Theoriephasen
Die Hälfte des Studiums besteht aus sechs 12-wöchigen Theoriephasen, die an Dualen Hochschule stattfinden.
Module
Die Lehrinhalte werden in Modulen zusammengefasst. Dies bedeutet die Bündelung von Stoffgebieten. Die Inhalte eines Moduls erstrecken sich über ein oder zwei Semester. Am Ende jedes Moduls stehen Prüfungen an (Klausuren, Studienarbeiten, Seminararbeiten, Mündliche Prüfungen, Praxisberichte usw.). Für bestandene Module werden Credit Points vergeben. Modulübersichtstabelle.
Eine Lehrveranstaltung wird als unit bezeichnet. Ein Modul besteht aus einem oder mehreren units.
30 zusätzliche Credit points
Bachelor-Studiengänge werden in der Regel mit 180 credit points bewertet. Das Intensivstudium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg wurde mit 210 ECTS-Leistungspunkten überdurchschnittlich hoch bewertet. Dies unterstreicht die hohe Qualität des Studiums.
Für einen Leistungspunkt ist von den Studierenden eine Arbeitsbelastung (workload) von 30 Stunden zu erbringen. Bei 210 credit points bedeutet dies also einen workload von 6300 Stunden im gesamten Studium. Der workload pro Studienhalbjahr beläuft sich somit auf ca. 1050 Stunden.
Die credit points werden vergeben für
a) Vorlesungen (= Präsenzstunden)
b) die Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffes sowie die Praxis
(= angeleitetes Selbststudium)
c) die Transferleistungen
Am Ende jeder Theoriephase sind Theorie-Praxis-Transferaufgaben zu lösen.
Damit sollen die in der Theoriephase vermittelten Lehrinhalte in der Praxis
weiter vertieft werden bzw. es soll eine praxisbezogene Reflexion der
Lehrinhalte stattfinden.
d) den Prüfungsaufwand und die Prüfungsvorbereitungen (Prüfungen)
Die Theoriephasen schließen mit Prüfungsleistungen (siehe
Modulübersichtstabelle) ab.
Pro Theoriephase sind 4 bis 6 Prüfungsleistungen (in der Regel
Klausuren, Studienarbeiten, Seminararbeiten) zu erbringen.
Detaillierte Studieninhalte hierzu finden Sie in der
Studiengangsbroschüre auf den Seiten 18 - 27.
Sechs Praxisphasen
Vermittlung sozialwirtschaftlicher Praxisinhalte
Sozialwirtschaft ist eine Synthese aus Sozialer Arbeit und Betriebswirtschaft. Daher werden die Studierenden in ihrer praktischen Ausbildung mit Aufgaben und Problemstellungen konfrontiert werden, die eine integrierte Denk- und Handlungsweise erfordern.
Da Entscheidungen über soziale Sachverhalte nur in Kenntnis des sozialen Aufgabenfeldes getroffen werden können, ist es wichtig, dass die Studierenden das soziale Arbeitsfeld kennenlernen. Sie sollen einen fachlich kompetenten und vertieften Einblick in die Lebenswelt des Klientels erhalten und die Anwendung sozialpädagogischer Methoden bzw. das pflegewissenschaftlich und medizinische Arbeitsumfeld kennen lernen. Die betriebswirtschaftlichen und kaufmännischen Bereiche der Ausbildungsstätten sind weitere Einsatzgebiete.
Rahmenplan für das angeleitete Studium in der Praxis
Der Rahmenplan vermittelt Grundinhalte, die in den Ausbildungsplänen der Studienschwerpunkte wiederkehren. Er dient als Orientierungshilfe und als Basis für den individuellen Praxisplan der Studierenden.
Grundsätzlich muss dem Studierenden eine Anleitung zugeordnet werden, die für den Studierenden die Gesamtorganisation der Ausbildung übernimmt und als Bindeglied zur Dualen Hochschule fungiert.
Während jeder Praxisphase finden mindestens zwei Gespräche statt. Zu Beginn wird die Praxisphase inhaltlich festgelegt und gegenseitige Erwartungen besprochen. Am Ende erfolgt eine Evaluation der Anleitung, der Inhalte sowie der Arbeit des Studierenden.
Ziel der Ausbildung muss es sein, dass die Studierenden m Laufe der Ausbildung bei wachsender fachlicher und persönlicher Eigenkompetenz immer eigenverantwortlicher und selbständiger Aufgaben übernehmen können.
Ausbildungsplan
Termine der Studien- und Praxisphasen








