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Projektideen im Zeichen der Interdisziplinarität

Zusammenarbeit der DHBW Villingen-Schwenningen & Hochschule Furtwangen

Brainstormen, an Ideen feilen und in interdisziplinären Teams Probleme lösen – nach vier Monaten steht nun die Preisvergabe des »Innovation Labs«, einer Initiative von Digital Mountains mit Unterstützung der Sponsoren PE Stiftung, Papst Licensing und ebm-Papst, fest.
Celine Broghammer, Martina Bencetic und Sophia Kirchner freuen sich über den ersten Platz für ihre Plattform »EasyAbroad«. Joost Ecken schaffte es mit seinem Team und dem Projekt »Flexpad« auf den 3. Platz.
Im Gespräch mit den Teilnehmer*innen der DHBW Villingen-Schwenningen und der Hochschule Furtwangen wird eines deutlich: neben dem Preisgeld sind vor allem die Zusammenarbeit der zwei Schwenninger Hochschulen und die praktischen Erfahrungen durch die Projektideen ein Gewinn für alle.

Celine Broghammer, Studentin »BWL – Technical Management« im 4. Semester und Joost Ecken, Student »BWL – Bank« ebenfalls im 4. Semester, wurden durch eine Vorlesung auf das »Innovation Lab« aufmerksam. „Frau Schulz, Innovationsberaterin der bwcon Geschäftsstelle Villingen-Schwenningen, stellte uns die Idee des Labs vor“, berichtet Broghammer. Joost Ecken gelang über das Wahlfach »Corporate Investment Banking«, in dem ein Unternehmens-Pitch die Prüfungsform bildete, zum Projekt.

Gruppen finden sich zusammen

„Anfangs wurde an verschiedenen Ideen gearbeitet und es herrschte ein reger Austausch unter den Teilnehmer*innen, bevor sich die Gruppen sukzessive herausbildeten“, so Kirchner, Studentin der Wirtschaftspsychologie im 5. Semester an der HFU.

EasyAbroad:

Der Gedanke für das Projekt »EasyAbroad« stammt von Bencetic, die wie Kirchner Wirtschaftspsychologie an der HFU studiert: „Mein Praxissemester fand in Barcelona statt. Während meiner Wohnungsrecherche bin ich irgendwann dazu übergegangen, Personen zu kontaktieren, deren Erfahrungsberichte ich gelesen hatte. Ich dachte mir: ‚Diese Personen haben gute Erfahrungen gesammelt und denen kann man glauben.‘ Da konnte nichts mehr schiefgehen.“

Ausgehend von dieser Herangehensweise entwickelten die drei Studentinnen die Plattform »EasyAbroad«, auf der sich Studierenden in einem Peer-to-Peer Netzwerk gegenseitig über Auslandserfahrungen, Wohnungstipps und Planung des Auslandssemesters austauschen können. Über ein Suchfeld gelangen Studierende gezielten an Informationen über verschiedene Städte.

Flexpad:

Die Idee zu »FlexpPad« entstand durch eine Sportverletzung von Eckens Teamkollegin Laura Frese. »Flexpad« sind Kühlpads, die über eine flexible Halterung verfügen. Die Umweltbilanz der Pads ist den Studierenden dabei besonders wichtig. „Die Kühlpads sind aus recyceltem Plastik hergestellt und die Halterung besteht aus biologisch abbaubaren Materialien“, erklärt Ecken im Interview.

Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams

Erfahrungen und erlerntes Wissen aus dem Studium konnten alle anwenden. „Besonders methodisches Wissen, das während des Semesters in den Vorlesungen behandelt wurde, konnte ich ins Projekt einfließen lassen“, so Broghammer. Kirchner und Bencetic wandten hingegen Inhalte der Wirtschaftspsychologie an: „Im Studium haben wir unter anderem die Kurse »Entrepreneurship« und »Innovation Management«. Die Kenntnisse daraus waren sehr hilfreich für das Projekt“, erläutert Kirchner.

Ecken brachte insbesondere seinen Background über Finanzielles ein und übernahm im Team die Ausgestaltung des Finanzplans für »Flexpad«. Die Aufgabenverteilung im Projekt »EasyAbroad« ergab sich erst während des Projekts: Broghammer nahm sich der Webapplikation an während die Studentinnen der HFU die Businessplanung übernahmen und sich somit ideal ergänzten.

„Es hat mir viel Spaß gemacht, im Team ein Projekt zu bearbeiten“, so Broghammer, die erklärte, dass sie auch für die Arbeit bei ihrem Dualen Partner, der VBM Medizintechnik GmbH, Erkenntnisse gewonnen habe: „Projektmanagement ist mehr und mehr gefragt – hier habe ich gute Erfahrungen sammeln können.“

Für Ecken zählt auch die persönliche Erfahrung. „Zukünftig werde ich bei Ernst & Young vermutlich in die Beratung reinschnuppern, da könnten mir im Projekt erlernte Fähigkeiten ebenfalls von Nutzen sein.“ Neben der Arbeit mit den Innovationcoaches stand beispielsweise auch Webseitengestaltung und Kommunikationstraining auf dem Programmplan.

Im Interview betonten alle, dass sie sich vor allem über die interdisziplinäre Zusammensetzung der Teams aus den beiden Hochschulen in Villingen-Schwenningen freuten und neue Kontakte über die eigene Hochschule hinaus knüpfen konnten.

Ausblick

Die Team-Mitglieder von »Flexpad« möchten es langsam angehen lassen. Ausland und Masterbewerbungen stehen an. Der Kontakt zum Sponsor ebm-Papst wurde dennoch aufgenommen.
Die Studentinnen von »EasyAbroad« möchten das Projekt weiterverfolgen. Martina Bencetic und Sophia Kirchner werden in Kürze ihre Bachelorthesen anfertigen und werden darin wohl Projektinhalte aufgreifen.
„Das Innovation Lab lohnt sich auf jeden Fall“, halten die Studentinnen am Ende fest. „Wichtig ist es, dran zu bleiben, nicht gleich aufzugeben und auch mal die Komfortzone zu verlassen.“ Ecken bezieht dies gleichermaßen auf das duale Studium: „Es kann stressig sein, aber es ist eine tolle Chance.“

Die Bewerbungsphase zum Innovation Lab 2021 läuft bis zum 31.08.2021. Mehr Informationen finden Sie hier.

Das Team von »EasyAbroad«