Duale Hochschule kommt

05.12.08 

Professor Dr. Hans Wolff soll Vorsitzender des Gründungsvorstandes der Dualen Hochschule Baden-Württemberg werden

Frankenberg: Garant für erfolgreichen Start der Dualen Hochschule      

Professor Dr. Hans Wolff soll Vorsitzender des Gründungsvorstandes der Dualen Hochschule Baden-Württemberg werden. Dies teilte Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg am 5. Dezember in Stuttgart mit. Der frühere Rektor der Universität Ulm soll das Amt übernehmen, sobald das Gesetz zur Errichtung der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Kraft getreten ist. Dies ist zum 1. Januar 2009 vorgesehen.

Frankenberg: „Als langjähriger Rektor der Universität Ulm und ehemaliger Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Universitäten verfügt Professor Dr. Wolff über alle notwendigen Voraussetzungen, um der Dualen Hochschule zu einem erfolgreichen Start zu verhelfen“. Im Vorfeld der Hochschulgründung stünden wichtige Weichenstellungen an. Deshalb müsse die Entscheidung über die zentrale Funktion des Vorstandsvorsitzenden jetzt getroffen werden.

Professor Dr. Hans Wolff sagte: „Die Duale Hochschule hat hervorragende Perspektiven in Deutschland, aber auch darüber hinaus. Ich freue mich darauf, in der wichtigen Gründungsphase an führender Stelle daran mitzuwirken, dass mit der Dualen Hochschule die Erfolgsgeschichte der Berufsakademien fortgesetzt und weiterentwickelt wird“. Er sehe es als eine wichtige Aufgabe an, die Standorte mit ihren unterschiedlichen Profilen unter dem Dach der Dualen Hochschule zu vereinen. Frankenberg und Wolff kündigten an, in den kommenden Wochen die weiteren Mitglieder des Gründungsvorstandes sowie die Planungen des Vorstands für die Gründungsphase der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Das Land verleiht der Berufsakademie den Status einer „Dualen Hochschule Baden-Württemberg“. Ein entsprechender Gesetzentwurf der Landesregierung wurde vom Landtag am 3. Dezember verabschiedet und soll Anfang 2009 in Kraft treten. Um die sofortige Arbeitsfähigkeit der neuen Hochschule ab dem Errichtungszeitpunkt sicherzustellen, sieht das Gesetz verschiedene Gründungsorgane vor, darunter einen Gründungsvorstand, dessen Vorsitzender und Mitglieder vom Wissenschaftsminister bestellt werden. Neben dem Vorsitzenden gehören dem Vorstand je ein Mitglied für die Bereiche Wirtschafts- und Personalverwaltung sowie Lehre und Qualitätssicherung an. Weitere Organe der Gründungsphase sind der Gründungsaufsichtsrat und der Gründungssenat. Die Amtszeit ihrer Mitglieder endet automatisch mit Ablauf des 28. Februar 2011. Die Mitglieder werden teils gewählt, teils sind sie Mitglieder kraft Amtes oder werden vom Wissenschaftsminister bestellt. Zu den Aufgaben der Gründungsorgane gehören zum Beispiel die Organisation der Wahlen zu den „regulären“ Organen, außerdem der Aufbau der Hochschulverwaltung und die Rekrutierung von Personal.

Professor Dr. Hans Wolff, geboren 1938, ist seit 2003 Vice-Chairman des Board of Trustees der German University in Kairo. Von 1995 bis 2003 war er Rektor der Universität Ulm, von 1998 bis 2000 außerdem Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Universitäten in Baden-Württemberg und von 1998 bis 2003 Mitglied im Senat der Hochschulrektorenkonferenz. Der Mathematiker Professor Dr. Wolff wurde 1987 zum Professor an die Universität Ulm berufen, 1991 bis 1993 war er Dekan der Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften. Er hat über viele Jahre als Berater mit zahlreichen Industrieunternehmen, Verbänden und ausseruniversitären Forschungseinrichtungen vor allem auf dem Gebiet der Statistik zusammengearbeitet und so umfassende Erfahrungen in der Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft erworben. Kommunalpolitische Erfahrung erwarb Prof. Wolff als ehrenamtlicher Bürgermeister in Niedersachsen.

 

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